Kapitän geht „zur Hälfte“. Über Alexander Weningers halben Abgang.

Von Dominik Schneidhofer. Erstellt am 01. Juli 2020 (02:33)

Einen Kapitän zu ersetzen ist nie leicht. Schon gar nicht, wenn er bereits seit sieben Jahre beim Verein war und neben den sportlichen Agenden auch im Hintergrund tatkräftig mithalf. Doch alles geht einmal zu Ende. So auch das Abenteuer von Alexander Weninger bei Brunn, der seinen Herzensverein zumindest in der ersten Reihe verlässt.

Böse sein kann man „Sale“ allerdings nicht. Das Knie zwickt. Im Kalenderjahr 2019 absolvierte er 18 Spiele in der 2. Landesliga – es waren schon einmal mehr. Zwar hätten sich sowohl er als auch Brunn noch ein weiteres Jahr gewünscht, doch dass er die sich ihm bietende Möglichkeit nutzen möchte, ist verständlich. Auch wenn es „nur“ ein Co-Trainer-Posten ist, ein Engagement in der Regionalliga ist verlockend. Vor allem mit 33 Jahren. Da wäre wohl für ihn nur der Brunn-Chefsessel verlockender gewesen.

Und irgendwie bleibt ein Teil von ihm doch erhalten. Seine Leistungen bleiben sowieso in Erinnerung – doch im Zweierteam hat Weninger vor, weiter dem runden Leder nachzulaufen, falls es seine Funktion in Neusiedl zulässt.

Ganz kann der Captain seinem Verein also doch Lebewohl sagen – und macht es deswegen nur „zur Hälfte“.