Privatbesitz zieht die Grenze. Über das Verhindern von Projekten.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 05. August 2020 (03:45)

„Kein Baum darf umgeschnitten werden – das haben sich alle auf die Fahnen geschrieben, die gegen die Gestaltung eines (sehr grünen) Parkplatzes in einer Wohnhausanlage in der Mödlinger Payergasse sind.

Dabei protestieren die Projektgegner lautstark und warten nur darauf, dass eine Fachfirma damit beginnt, Bäume im Innenhof um zuschneiden, manche auch deswegen, um mit Streiks und Blockademaßnahmen dagegen vorzugehen.

Zweifellos handelt es sich bei der Wohnhausanlage um Privatgrund im Besitz einer Baugenossenschaft. Es stellt sich die Frage, wieweit Personen gehen dürfen, um vordergründig fremdes Eigentum, auch wenn es sich um Bäume handelt, für die Öffentlichkeit im Namen der Klimagerechtigkeit zu schützen. Kein Häuslbauer würde diesen Aktionismus in seinem privaten Garten erleben wollen. Echte Lösungen werden so nicht herbeigeführt. Eher verhärtete Fronten, die niemanden etwas bringen, schon gar nicht den Bäumen.