Volle Saison wird schwierig. Über das Terminchaos in der WHA.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 18. November 2020 (01:23)

Es ist eine schwierige Situation in der die WHA, die höchste heimische Damen-Liga, steckt. Von sechs geplanten Partien gingen am Wochenende nur zwei vonstatten, genauso wie in der Woche zuvor. Corona hat die Liga fest im Griff.

Das kommt nicht ganz überraschend. Die WHA ist zwar als Spitzensport deklariert, die Spielerinnen sind aber keine Profis. Nahezu alle gehen einem Brotberuf, ihrem Studium oder ihrer schulischen Laufbahn nach. Das erhöht automatisch die potenziellen Kontakte mit infizierten Personen und die Wahrscheinlichkeit, dass das Virus auch innerhalb des Sports um sich greift.

Es wäre ein Leichtes, zu fordern den Betrieb auszusetzen. Doch die momentane Situation zeigt auch, dass das Testsystem der WHA prinzipiell funktioniert. Dass die Damen weiter Handballspielen dürfen, ist in der aktuellen Situation ein Privileg. Die Verantwortung muss penibel genau eingehalten werden, auch wenn das bedeutet, dass eine komplette Saison inklusive Play-off immer unwahrscheinlicher wird. Denn zahlreiche Doppelrunden werden die Teams nicht absolvieren können, immerhin sind die Spielerinnen keine Vollprofis.