Wahrnehmung überschaubar. Über die „Austrian Pro Series“ in der Südstadt

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 24. Juni 2020 (03:45)

Das Österreichische Damen-Tennis ist nicht mehr das, was es einmal war. Das wurde zuletzt beim „Generali Austrian Pro Series“ in der Südstadt klar. Das Turnier der heimischen Elite fand bei den Damen kaum bis keine öffentliche Beachtung trotz Online-Streams.

Das hat natürlich mehrere Gründe: Einerseits fehlen weibliche Idole wie die junge Tamira Paszek, Sybille Bammer oder natürlich Babsi Schett – zur Zeit und vor allem in der jüngeren Vergangenheit. Ob im Zuge des Thiem-Hypes Top-Spielerinnen heranreifen, wird sich erst weisen. Andererseits war das Turnier an sich in einem unglücklichen Spannungsfeld.

Gleichzeitig mit der Mannschaftsmeisterschaft und diversen kleineren Turnieren begann die Pro Series mit acht Damen, während die 16 Herren bereits zweieinhalb Wochen zuvor der Filzkugel nachjagten. Hier war das Format mit unzähligen Gruppenphasen hingegen kaum noch zu durchschauen.

Freilich ist Planung in Zeiten von Corona schwierig. Ein besseres Timing – ein früherer Turnierbeginn – hätte den Damen aber sicher eine bessere Plattform ermöglicht. Denn so entzogen sich Pro Series und höhere Ligen wie 2. Bundesliga und Landesliga gegenseitig das Aufmerksamkeitspotenzial.