Ortsbelebung durch Fasching. Über die Chance, Landesnarrenhauptstadt zu sein.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 13. November 2019 (04:13)

Das Narrenwecken am Montag rückte die Landesnarrenhauptstadt Wiener Neudorf in den Blickpunkt des Interesses.

Viele Gilden und die Volksschulkinder waren angetreten, um die Schlüsselübergabe an das Landesprinzenpaar höchstpersönlich mitzuerleben. Der Faschingsruf „Wiener Neudorf Olé – Wiener Neudorf Ok“ kam Bürgermeister Herbert Janschka gekonnt über die Lippen und die Gilden jubelten mit. Was aber fehlte, waren Menschen aus der Bevölkerung, die begeistert an diesem Ereignis teilnahmen.

Gut, man kann argumentieren, dass am Montag alle in der Arbeit sind und nicht viel Zeit für solch ein närrisches Treiben haben. Trotzdem sollten auch sie sich bewusst sein: Nicht nur Straßen, Einkaufsmöglichkeiten und Arbeitsplätze machen einen lebenswerten Ort aus, sondern auch das, was die Bürger selbst mit einbringen. Und sei es nur die Bereitschaft, Traditionen und Brauchtum mitzuleben. Chancen dafür gibt es im Fasching ja noch genug.