Sparen bei den Schwächsten. Über Kürzungen für die Sozialmärkte.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 04. Dezember 2019 (04:26)

Armut gibt es überall, auch in Mödling. Der „soogut“-Sozialmarkt in der Bahnstraße ist stets frequentiert, in ganz Niederösterreich kaufen 27.000 Menschen regelmäßig in „soogut“-Sozialmärkten ein.

Eine Win-win-Situation für beide Seiten: Lebensmittelketten werden überschüssige Waren ohne schlechtes Gewissen los, die anderen freuen sich, dass sie einwandfreie Lebensmittel zu günstigen Preisen bekommen.

Dass man dieses Modell jetzt seitens des AMS und des Landes durch das Abdrehen des Förderhahnes an den Abgrund bringt, ist unverständlich.

Jetzt muss es die Zivilgesellschaft wieder richten: Ehrenamtliche sollen dort einspringen, wo die Politik bezahlten Mitarbeitern, die sonst am freien Arbeitsmarkt schwer Chancen hätten, ihre Hoffnung nimmt. Diese bleiben jetzt auf der Strecke, da hilft es auch nichts, das Ehrenamt hochzujubeln. Arbeit muss auch bezahlt werden, sonst bröckelt der Kitt in der Gesellschaft erst recht.