Selbstbedienung hat ein Ende. Alexander Wastl über den abgewehrten Wechsel von Max Sax zur Austria.

Von Alexander Wastl. Erstellt am 06. September 2017 (02:20)

Was ist denn plötzlich mit der Admira los? Der Ausbildungsverein schlechthin schlägt ein Angebot über mehr als eine halbe Million Euro für einen Spieler aus, der in einem Jahr ablösefrei gehen könnte?

So schön der vorläufige Verbleib von Max Sax für den Admira-Anhang sein mag – ganz nachvollziehbar ist das Handeln der Südstädter auf den ersten Blick nicht. Die Philosophie und somit das Los des Vereins ist es nun einmal, Spieler auszubilden und – zumindest zum Teil –lukrativ zu verkaufen.

Sax wäre da ein weiteres Paradebeispiel gewesen, hätte sich bei den teuersten Transfers der Admira-Geschichte ganz oben eingereiht. Wo wir beim entscheidenden Punkt sind: Die Zeiten haben sich in der Südstadt etwas geändert.

Der Verein ist zwar nach wie vor in einer Phase der Konsolidierung, jene Tage, in denen man Spieler zum „Schleuderpreis“ hergeben musste, damit die finanzielle Liquidität irgendwie aufrechterhalten wird, gehören allerdings der Vergangenheit an.

Dass man für Sax nun weitaus weniger einnehmen wird – im schlimmsten Fall gar nichts – nimmt man in Kauf. Dafür setzte man ein klares Signal an die Konkurrenz: die Zeiten der Selbstbedienung sind in der Südstadt vorbei.