Weg der Tiger trägt Früchte. Alexander Wastl, über den EM-Titel von Aaron Fara.

Von Alexander Wastl. Erstellt am 21. September 2016 (05:55)

In der letzten Bundesliga-Runde mussten die Perchtoldsdorfer Judo Tigers seit langer Zeit wieder eine Niederlage einstecken. Der Serienmeister der 2000er Jahre, Flachgau, zwang den aktuellen Serienmeister knapp mit 7:5 in die Knie.

Wachablöse? Keineswegs. Denn die Niederlage der Tigers war sozusagen „hausgemacht“. Flachgau schickte mit Barna Bor und Laszlo Csoknyai nicht nur zwei Legionäre, sondern auch ungarische Olympia-Teilnehmer ins Feld. Freilich hätte auch Tigers-Trainer Thomas Haasmann den einen oder anderen Legionär aus dem Ärmel zaubern können. Tat er aber nicht, weil er bewusst auf die eigenen Talente setzt. Darunter auch Aaron Fara, der sich Bor trotz zwei aufopferungsvoller Kämpfe geschlagen geben musste.

Genau diese Kämpfe braucht Fara allerdings, um als Judoka zu den ganz Großen aufschließen zu können. Eine Bundesliga-Niederlage nimmt man gerne in Kauf, wenn man eine Woche später einen Junioren-Europameister zu bejubeln hat.

Der Weg der Tiger trägt seine Früchte, nicht erst seit Fara. Man denke nur an die Europacup-Erfolge des erst 17-jährigen Mathias Czizsek. Die Erfolge sind aber nicht nur für die eigene Visitenkarte. Sie sind vor allem für den österreichischen Judo-Sport extrem wichtig.