Admira-Weg hat wieder gegriffen. Über den Lohn für die nötige Geduld in der Südstadt.

Von Alexander Wastl. Erstellt am 17. April 2019 (03:30)

Wer der Meinung ist, dass die Profis der Admira nach der Winterpause wie ein Phönix aus der Asche emporstiegen, der sollte einmal einen Blick auf die Amateuren werfen.

Die lagen in der Regionalliga vor der Winterpause mit elf Punkten aus 16 Runden quasi aussichtslos auf den Abstiegsplätzen. Dem entgegen reichten der Szanto-Elf sechs Frühjahrsrunden, um diese Punktzahl ungeschlagen mehr als zu verdoppeln (25) und sich so in Windeseile in sichere Gewässer zu manövrieren. Was sich während der Winterpause verändert hat?

Fast nichts. Mit Csaba Szanto steht der selbe Trainer wie im Herbst an der Seitenlinie, lediglich eine echte Verstärkung (Gregora) kam. Und wer denkt, die Juniors bekämen jetzt häufiger Unterstützung von routinierten Profis, liegt auch falsch. Lediglich Keeper Kuttin half im Frühjahr dreimal aus. Die Truppe ist nach wie vor blutjung, der Altersschnitt der startenden Feldspieler beim 2:1-Sieg über Titelkandidat Mauerwerk betrug 20 Jahre. Die Juniors haben ihren Karren also ganz alleine aus dem Dreck gezogen.

Der Admira-Weg hat also wieder einmal gegriffen. Nämlich, dass man auch in fast aussichtslosen Zeiten nicht die Nerven wegschmeißt und auf Kontinuität bei der Entwicklung der Spieler (und auch des Trainers) setzt.