Beständigkeit als Rezept. Über einen starken Herbst der Bezirksvereine in der 2. Klasse Ost/Mitte.

Von Alexander Wastl. Erstellt am 13. November 2019 (03:07)

Mehrere Jahre – Breitenfurt war 2015 der letzte Meister aus dem Mödlinger Umfeld – gab es in der 2. Klasse Ost/Mitte überhaupt keinen ernstzunehmenden Titelanwärter aus dem Bezirk bzw. der Region – jetzt sind es gleich drei.

Herbstmeister Siebenhirten, Gumpoldskirchen und Achau liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen an der Spitze. Der starke Herbst war aber sicher kein Zufallsprodukt des Trios, die gute Arbeit der jüngeren Vergangenheit trägt ihre Früchte. Das Erfolgsrezept ist dabei prinzipiell bei allen drei Vereinen gleich: Man setzte auf Beständigkeit. Im Sommer gab es eigentlich kaum Transfers und wenn, wurde nur gezielt an ein oder maximal zwei Schrauben gedreht. Achau gelang mit Wiederkom ein Goldgriff, Gumpoldskirchen profitiert von der Ex-Eichkogel-Connection rund um Spielertrainer Tuschel – die allerdings schon letzte Saison an Bord kam – und Siebenhirten profitiert von der Entwicklung der eigenen „Jungen“.

Die Frage ist, ob der spannende Titelkampf die Spitzenteams im Winter nun nicht vielleicht doch zu verstärkten Transferaktivitäten animiert, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Punktuell nachzubessern macht immer Sinn. Aber auch hier gilt – und das Trio hat es in der Vergangenheit ja bereits vorgemacht: Weniger ist oft mehr.