Ein Abgang, der Respekt verdient. Über das Karriereende von Marc Janko.

Von Dominik Schneidhofer. Erstellt am 03. Juli 2019 (02:15)

In Mödling begann eine eindrucksvolle Kicker-Karriere, von der viele nur träumen können. Fünf Meistertitel, zwei Cupsiege und im Jahr 2009 gar der beste Torschütze der Welt – mit 36 Jahren beendete Marc Janko nun seine erfolgreiche Laufbahn.

Fast schon kurios, dass der Goalgetter von der Öffentlichkeit aber nie die Zuneigung und Akzeptanz bekam, die er eigentlich verdient hätte. Besonders nach seinem misslungenen Engagement bei Trabzonspor und dem folgenden Wechsel runzelten viele Fans die Stirn, als der damalige Teamchef Marcel Koller Janko trotz fehlender Spielpraxis und einer vermeintlich schwachen Liga weiterhin ins Nationalteam berief.

Der 1,96-Meter-Hüne belehrte seine Kritiker mit Toren eigentlich eines Besseren – an der Wahrnehmung der österreichischen Fußballfans änderte das aber gemeinhin wenig. Als Chancentod verschrien, der mit dem Ball am Fuß wenig anfangen kann. Seine Torwerte lassen allerdings auf einen Klassestürmer schließen. Janko war ein echter Typ, der auch nicht davor zurückschreckte seine (politische) Meinung kundzutun.

Einen „Janko“ wird Österreich in Zukunft noch schmerzlich vermissen – mit ihm tritt ein Stück der jüngeren Fußballvergangenheit seinen verdienten Ruhestand an.