Ein würdiges Ende verdient. über den Abgang von Josef Michorl in Vösendorf.

Von Alexander Wastl. Erstellt am 15. Mai 2019 (03:27)

Josef Michorl muss 2.-Landesliga-Klub Vösendorf im Sommer nach vier Jahren verlassen. Was der Verein kürzlich entschied, zeichnete sich irgendwie schon seit einiger Zeit ab.

Der Vorfall nach dem Leopoldsdorf-Spiel, wo Michorl und Sohnemann Marcel vom Schiedsrichter angezeigt wurden, dürfte dem Verhältnis zwischen Trainer und Obmann Zeller – gelinde gesagt – nicht unbedingt gutgetan haben.

Zeller sprach gar von „vereinsschädigendem Verhalten“. Auch bei Michorl war in seinem 4. Jahr ab und an ein wenig Amtsmüdigkeit durchzuhören. Verständlich, denn einen leichten Job hatte er beim ASV nie.

Über die Jahre verlor man immer wieder Leistungsträger wie Salkic, Sistek, Yürük oder Kielnhofer, ersetzte diese vorzugsweise durch junge Spieler. Ein bewusster Weg, den Michorl ohne großes Murren mitging – und das durchwegs erfolgreich. Unter Michorl schaffte es Vösendorf immer unter die Top Fünf, was auch heuer noch drin ist.

Michorl hat zweifelsohne einiges für Vösendorf geleistet und sich demnach – trotz der Unstimmigkeiten zuletzt – eine würdige „Abschiedstour“ verdient. Der 2:1-Derbysieg über Brunn – bei dem mit Nagy Bom (20), Sprinzer (16) und Antony (19) wieder einige junge Spieler mithalfen – war da ein guter Beginn.