Kein Sparen an falscher Stelle. Über Admiras Handlungsbedarf in der Kreativabteilung.

Von Alexander Wastl. Erstellt am 10. Juli 2019 (02:12)

Kolportierte 2,5 Millionen Euro Ablöse kassierte die Admira für den Transfer von Sasa Kalajdzic. So viel wie nie zuvor für einen Spieler.

Admira-Manager Amir Shapourzadeh will in Sachen Transfers aber dennoch eher ungern in die Tasche greifen, sieht die Offensive auch jetzt funktionsfähig. Trotzdem wird der 36-Jährige handeln müssen, auch wenn es sich mit etwas mehr Geld unter dem Polster besser schläft. Kalajdzic war ein offensiver Ausnahmekönner. Kreativ, technisch stark mit ausgeprägtem Torriecher. Um den Wert des 22-Jährigen für die Admira-Offensive zu verdeutlichen: Bis zur Winterpause fehlte Kalajdzic verletzungsbedingt und man erzielte in 18 Spielen magere 17 Tore. Im Frühjahr – mit Kalajdzic – waren es in 14 Spielen 25 Treffer.

Admiras Mannschaft mag nun eingespielter sein als letzte Saison, verfügt gerade in der Defensive sicher über gute Qualität. Aber in der Offensive fehlt ein Mann für die speziellen Momente, zumal man mit Pusch einen weiteren Akteur verlor, der diese Rolle noch am ehesten einnehmen hätte können. Fakt ist: Ohne Kreativität, kaum Tore. Ohne Tore, ein (Horror-)Herbst wie vergangene Saison. Nur dass diesmal eben kein „Wunderwuzzi“ Kalajdzic da ist, der das Ganze letztlich ausbügelt.