Träumen darf erlaubt sein. Über die Admira in der Qualifikationsgruppe.

Von Alexander Wastl. Erstellt am 20. März 2019 (02:27)

Der Grunddurchgang der Bundesliga ist zu Ende und die Admira ist da gelandet, wo sie jeder vor der Saison erwartet hat: in der Qualifikationsgruppe.

Der Name ist ein bisschen irritierend, denn wer von der unteren Tabellenhälfte der Liga spricht, der denkt wohl in erster Linie an den Abstiegskampf. Dabei bietet die Qualifikationsgruppe eben auch eine Riesenchance: jene auf einen internationalen Startplatz. Der Gruppensieger hat durch ein Duell gegen den Vierten der Meistergruppe und in weiterer Folge durch Spiele gegen den Dritten die Chance auf die Euro League.

Es mag angesichts des extrem schlechten Herbstes vermessen klingen, die Admira mit einem internationalen Startplatz in Verbindung zu bringen. Doch der Herbst ist Vergangenheit und die Gegenwart sagt, dass die Admira (10) im Frühjahr unter anderem mehr Punkte holte als Ligakrösus Salzburg (7). Die Quali-Gruppe ist zudem punktemäßig eng beisammen, es warten durchwegs Duelle auf Augenhöhe. Nur Rapid müsste sich qualitativ abheben – wetten sollte man darauf aufgrund der bisherigen Saison der Hütteldorfer aber nicht.

Natürlich wäre ein derartiger Turnaround der Südstädter mit Play-off-Spielen um die Euro League fast schon kitschig. Aber Träumen darf aufgrund der aktuellen Verfassung erlaubt sein.