Wachablöse? Wohl kaum. Über das Ende der HYPO-Meisterserie.

Von Alexander Wastl. Erstellt am 22. Mai 2019 (06:00)

Sonntagabend war ein schweres Erdbeben im österreichischen Damenhandball-Sport zu verspüren. Epizentrum: Die Südstadt. Hypo NÖ verpasste nach 42 Titeln in Folge den Meister. Nach zwei verabsäumten Cup-Titeln in Serie nun das.

Zu rechnen war damit. Irgendwann. Aber nicht in dieser Saison. Denn Hypo demontierte nach der Reihe die Gegnerinnen im Grunddurchgang, gewann alle Partien und spielte eigentlich eine bessere Meisterschaft als letztes Jahr. Eine Halbzeit in Atzgersdorf kostete letztlich den Titel. Weltuntergang ist das aber keiner. Dass Hypo nicht mehr die Mittel und somit die Qualität der internationalen Glanzjahre besitzt, ist nichts Neues.

Der Fokus liegt jetzt verstärkt auf dem heimischen Nachwuchs, der qualitative Abstand zur Ligakonkurrenz wurde kleiner, der Raum für Sensationen größer. Das WHA-Finale war so eine Sensation. So als ob ein Fußball-Regionalligist im Cup eine Bundesliga-Truppe rauswirft, was in K.o.-Spielen immer wieder vorkommt. Das ist auch gut für den Sport und in diesem Fall eben bitter für Hypo. Von einer Wachablöse kann aber keine Rede sein.

Hypo ist nach wie vor das professionellste Damenhandball-Team im Land und wird auch in den nächsten Jahren das „Vorrecht“ auf Cup- und Meistertitel haben.

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