Erstellt am 09. Januar 2019, 02:18

von Alexander Wastl

Zum Scheitern verurteilt. Alexander Wastl über das kurze Gastspiel von Marco Sahanek.

Dass sich der Wechsel von Marco Sahanek vom FAC zur Admira im Sommer ein wenig hinauszögerte, hatte nicht nur mit der Hartnäckigkeit seines Ex-Vereins zu tun.

Sahanek sorgte bei der Admira selbst für Unstimmigkeiten. Ex-Trainer Ernst Baumeister wollte ihn unbedingt, Manager Amir Shapourzadeh eher weniger. Der 28-Jährige, dessen fußballerische Qualität unbestritten ist, dafür aber als „Enfant terrible“ gilt und nicht gerade durch herausragende Einstellung besticht, hatte also von Beginn an einen schweren Stand. Noch dazu, weil er verletzt kam, von Beginn an ein Fitnessdefizit hatte. Baumeister hoffte, Sahanek würde unter seiner Ägide den Durchbruch schaffen. Wie es schon viele andere Abgeschriebene bei der Admira taten. Das Problem: Sahanek musste ob des Umbruchs und des Abstiegskampfes von Runde eins weg sofort funktionieren – und das war zu viel verlangt.

Es blieb bei einigen wenigen Geniestreichen– zu wenig, um die Kritiker zu überzeugen. Mit der Freistellung von „Fürsprecher“ Baumeister war auch der Abschied Sahaneks besiegelt.

Gerade bei einem derart „heiklen“ Transfer hätte es von Beginn an Einigkeit bei den Verantwortlichen gebraucht. So war das „Projekt Sahanek“ von Start weg zum Scheitern verurteilt.