14 junge Flüchtlinge nach Maria Enzersdorf verlegt. Neun der 14 jugendlichen Flüchtlinge, die in der umstrittenen Einrichtung in Drasenhofen untergebracht waren, sind in einer spontanen Aktion in die Caritas-Unterkunft nach Maria Enzersdorf (Bezirk Mödling) verlegt worden.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 01. Dezember 2018 (17:41)

Auch Caritas-Geschäftsführer Klaus Schwertner atmet auf. Nachdem es sich bei den Flüchtlingen um Kinder und Jugendliche handelt, ist SP-Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig zuständig – und nicht mehr Waldhäusl.

Schwertner räumt im NÖN-Gespräch zudem  mit einem Vorurteil auf, das sich verbreitet habe: „Von Unruhestiftern oder Schwerverbrechern kann keine Rede sein.“ Die Bevölkerung habe nichts zu befürchten.

24-Stunden-Betreuung sei garantiert. Derzeit leben in der Caritas-Unterkunft in Maria Enzersdorf 24 Menschen, vor allem Familien. „Wir sind zuversichtlich, die Jugendlichen hier gemeinsam mit Freiwilligen in der Gemeinde und den Steyler Missionaren gut unterbringen und begleiten zu können“, ist Schwertner überzeugt.

Hintergrund

Das Asyl-Quartier für auffällige und unbegleitete Minderjährige in Drasenhofen (Bezirk Mistelbach) ist am Freitag seitens mehrerer Parteien sowie von NGOs heftig kritisiert worden. Die untergebrachten Jugendlichen wurden verlegt und die Unterkunft Drasenhofen vorübergehend geschlossen. Mehr dazu hier: