18 Prozent weniger Einbrüche in Mödling. Corona und die Lockdowns haben die Eigentumsdelikte deutlich abebben lassen. Hohe exekutive Aufklärungsquote bei der Drogenkriminalität.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 09. April 2021 (03:23)
Oberstleutnant Gertraud Haselbacher.
Polizei, Polizei

Das Corona-Jahr 2020 spiegelt sich auch in der Kriminalstatistik wider. Vor allem, was die Anzahl der Einbrüche betrifft. „Um 18 Prozent weniger als 2019“, lässt Bezirkspolizeikommandantin Oberstleutnant Gertraud Haselbacher nicht unerwähnt. 65 Mal waren Wohnhäuser, 26 Mal Wohnungen Ziel von Einbrechern, 78 Mal waren Fahrzeuge Objekte der Begierde. Insgesamt wurden 3.829 Vermögensdelikte gemeldet, 38 Prozent konnten geklärt werden.

Was die Kategorie „Leib & Leben“ betrifft, gab’s für die Exekutive 947 Mal Grund zum Einschreiten – in etwa gleich oft wie 2019. Die Aufklärungsquote lag bei 91,4 Prozent.

Noch erfolgreicher waren die Beamten des Bezirkspolizeikommandos im Kampf gegen die Drogenkriminalität: von 775 strafbaren Handlungen wurden 753 (97 Prozent) geklärt. „Hier werden wir auch weiterhin dranbleiben“, verspricht Haselbacher die Fortsetzung des exekutiven Suchtgiftschwerpunkts.

Die Cyberkriminalität habe trotz der Lockdowns und der damit verbundenen Online-Bestellung nicht wesentlich zugelegt: „Betrug bleibt Betrug, nur das Tatmittel wurde ein anderes: statt des Telefons eben der Computer.“ Eine Spezialgruppe der Polizei kümmert sich jedenfalls intensiv um dieses „Fachgebiet“.

Haselbacher hat für die Beamtinnen und Beamten lobende Worte parat: „Im Bezirk Mödling wird sehr gute Arbeit geleistet.“ Man werde sich auch auf den erfreulichen Zahlen bei der Einbruchskriminalität nicht ausruhen, sondern weiterhin Schwerpunkt-Aktionen setzen.

Weniger erfreulich sei, dass man in Corona-Zeiten nicht in der gewünschten Art und Weise präventiv tätig sein könne, bedauert Haselbacher. Treffen und Infoveranstaltungen im Zuge der Initiative „Gemeinsam.Sicher“ sind seit geraumer Zeit nicht möglich.

Apropos Pandemie: Die Einhaltung der Corona-Maßnahmen werden auch in der nächsten Zeit einen Schwerpunkt bilden: „Wir unterstützen dabei die Bezirkshauptmannschaft und werden dies auch weiterhin, so lange wie es eben erforderlich ist, tun.“