Rauch quoll in Brunner Wohnung schon aus Fenster . Ein Ehepaar konnte sich bei einem Wohnungsbrand am Sonntag, 2. Dezember in Brunn noch rechtzeitig in Sicherheit bringen. Brandherd war die Küche.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 04. Dezember 2019 (21:24)

Kurz nach acht Uhr abends bemerkte ein Ehepaar am vergangenen Sonntag, dass dichter Rauch aus der Küche der gemeinsamen Wohnung drang. Da an einen selbstständigen Löschversuch nicht mehr zu denken war, verließen die beiden die Wohnung und verständigten über den Notruf 122 umgehend die Feuerwehr. Glück im Unglück: Das Haus der FF Brunn am Gebirge und damit die Einsatzkräfte befanden sich in unmittelbarer Nähe des Einsatzortes. Kurz nach dem die Sirenen aufheulten, waren schon die ersten Löschtrupps an Ort und Stelle.

Zu diesem Zeitpunkt war bereits Feuerschein aus der Wohnung zu erkennen und, da die Eingangstüre der Brandwohnung nicht vollständig geschlossen war, bemerkten die Feuerwehrmitglieder sofort, dass das angrenzende Stiegenhaus bereits stark verraucht war. Daher machte sich am Brandort angekommen ein Atemschutztrupp mit Hilfe einer Wärmebildkamera auf die Suche nach dem Brandherd, welcher trotz der massiven Verrauchung wenig später in der Küche der Wohnung im ersten Obergeschoß ausgemacht wurde. Unverzüglich begannen die Feuerwehrmitglieder mit den Löscharbeiten.

Gleichzeitig wurde damit begonnen, den Rauch mit Hilfe eines Druckbelüfters aus dem Stiegenhaus zu bekommen.

Umfangreiche Nachlöscharbeiten waren notwendig

Nachdem der Einsatzleiter „Brand aus“ melden konnte, wurden noch umfangreiche Nachlöscharbeiten durchgeführt. So musste die hölzerne Deckenvertäfelung entfernt werden, um die darunterliegende Dämmwolle vollständig abzulöschen. Anschließend wurden alle Wohnungen, welche direkt an das Stiegenhaus angrenzten, mit einem speziellen Messgerät untersucht, ob die Luftschadstoffkonzentration  innerhalb der erlaubten Grenzwerte lag. Trotz massiver Belüftung wurden in einer Wohnung erhöhte Werte festgestellt. Daher war für die Bewohnerin eine Rückkehr in ihre vier Wände bis auf weiteres nicht möglich. In der Brandwohnung selbst entstand erheblicher Sachschaden, sodass diese unbewohnbar wurde.

Während des ganzen Einsatzes stand ein Fahrzeug des Roten Kreuz Brunn am Gebirge bereit, die Sanitäter mussten aber nicht tätig werden. Der Einsatz dauerte rund zwei Stunden.