Sommertheater Mödling: Da capo für Bewährtes

Erstellt am 19. Mai 2022 | 05:49
Lesezeit: 3 Min
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Nach dem großen Erfolg des Klassikers im Jahr 2019 ist die Geschichte von Don Camillo und Peppone heuer wieder vor St. Othmar zu sehen:
Intendant und Regisseur Andi Berger, Gabi Berger, Bürgermeister Hans Stefan Hintner, Victor Kautsch und Kulturstadtrat Stephan Schimanowa (v.l.).
Foto: Schätzle
Andi Berger präsentiert vor der Othmar-Kirche das Erfolgsstück aus dem Jahr 2019 „Don Camillo und Peppone“.
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„Never change a winning team“ – ein Motto, das auf die Wiederaufnahme von „Don Camillo und Peppone“ durchaus zutrifft, denn „Sommertheater Mödling“-Intendant und Regisseur Andi Berger präsentiert die Erfolgsstory des ungleichen Duos mit der Besetzung des Jahres 2019: Victor Kautsch als Don Camillo und Andreas Roder als Peppone.
„Mit der gleichen Besetzung wieder anzutreten, eröffnet auch viele Gestaltungsmöglichkeiten“, erläutert Berger, „die Inszenierung wurde etwas gestrafft und auf 90 Minuten gekürzt.“

Auch musikalisch setzt man auf das bewährte Konzept, wie schon beim letzten Mal sorgen die Musiker um Max Paul, Kapellmeister der Blasmusik Mödling, für authentisch italienisches Flair. Die Botschaft des Stückes ist für Berger zeitloser und aktueller denn je: „Es geht darum, über alle sozialen und politischen Gegensätze hinweg gemeinsam und erfolgreich zu handeln.“

Neue Tribüne und etwas mehr Technik

Änderungen gibt es bei der Tribüne. Diese wird so umgestaltet, dass von allen Plätzen aus tatsächlich alles sehen kann, vor allem den heimlichen Star der Produktion, Jesus am Kreuz (Florian Werkgartner).

Bis jetzt hatte nur er ein Mikro, aber erstmals wird in der diesjährigen Produktion das ganze Ensemble verkabelt und verstärkt. „Da stehen uns hinsichtlich der Technik einige wichtige Proben bevor, aber wir haben eine eigene Tontechnikerin“, erklärt Berger. „Der große Vorteil ist, dass die Schauspieler stimmlich nicht so gefordert sind, so kann in Liebesszenen auch einmal wirklich geflüstert werden. Wenn plötzlich der Wind in den Bäumen rauscht oder ein Flugzeug drüber fliegt, kann das schon ganz schön stören.“

Insgesamt 22 Vorstellungen werden gespielt werden, zwei mehr als beim letzten Mal. Der Vorverkauf ist schon gut angelaufen, „dennoch merkt man bei den Leuten noch eine gewissen Corona-bedingte Zurückhaltung.“ Über 7.000 Besucher ließen sich das Stück 2019 nicht entgehen.

Verstärkt setzt man heuer auf die Kooperation mit Senioreneinrichtungen. „So erweitern wir unseren Zuschauerkreis“, hofft Berger, „diese Pensionistengruppen kommen dann mit Bussen und planen dies schon lange im Vorhinein.“
Als Regenquartier steht wieder die Europahalle in der Lerchengasse zur Verfügung.

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