Laxenburg: „Traumschiff“ steuert die Franzensburg an. Intendant Adi Hirschal kehrt auf die Bühne zurück und schlüpft in die Rolle des Kreuzfahrt-Entertainment-Officers.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 31. Januar 2019 (10:56)
Sabine Hauswirth
Adi Hirschal steht heuer als Entertainment-Officer eines Kreuzfahrtschiffs auf der Bühne der Franzensburg. Seine Crew ist von seinen Ideen nicht immer ganz überzeugt.

Wer eine Reise tut, der kann etwas erzählen – erst recht, wenn es sich um eine Schiffsreise handelt, und Adi Hirschal als Unterhaltungs-Offizier mit an Bord ist.

Warum er sich zu einer Bühnenrückkehr entschlossen hat, erklärt der Schauspieler so: „Das Publikum hat es verlangt. Und ich höre auf mein Publikum.“

Die Regie übernimmt die bewährte Regisseurin Viktoria Schubert, denn dass er auch noch Regie führt, „hat mir meine Frau verboten“, schmunzelt der 70-Jährige.

Dem Impressario geht es darum, den Ruf des Laxenburger Kultursommers zu verteidigen. „Es ist ein Alleinstellungsmerkmal von uns, das wir jedes Jahr ein neues Stück auf die Bühne bringen. Eine riskante, neue Produktion, doch unspannendes Theater interessiert mich einfach nicht“, hält Hirschal fest.

"Lachen kann man auch auf hohem Niveau"

Das diesjährige Stück „Traumschiff – alles läuft schief“ bezeichnen die Autoren Christian Deix und Olivier Lendl zurecht als „Desastrical“.

Denn die von Entertainment-Officer Adi Hirschal – der Bühnenname steht noch nicht zu 100 Prozent fest – engagierte Showtruppe unternimmt einen Landgang auf einer Südseeinsel, bei dem es zu unerwarteten Herausforderungen und Komplikationen kommt.

Natürlich muss das Stück lustig sein, „aber nicht dumm“, sagt Hirschal. „Lachen kann man auch auf hohem Niveau.“ Der Entstehungsprozess des „Desastricals“ ist noch nicht ganz abgeschlossen, dieser sei eben „Kreativität pur. Es gibt eine Idee, die wir umsetzen wollen. Wir sagen, O.K., das machen wir, es wird begonnen, das Stück zu schreiben, die Ideen nehmen Gestalt an, werden lebendig“, erzählt Hirschal.

Vorbereitungen halten fit und jung

Dabei seien die Vorbereitungen rund um das Sommertheater oft alles andere als glamourös, sondern einfach nur anstrengend. Stichworte dazu: Sponsorensuche, Management, also alles das, was vom Publikum unbemerkt hinter den Kulissen passiert.

Doch das stört Hirschal nicht: „Das hält fit und jung. Sonst wird man behäbig und nimmt zu. Es hilft nichts, nur Ideen zu haben. Man muss auch wissen, wie man diese umsetzt.“