„Der Guru“ kommt auf die Franzensburg

Erstellt am 11. März 2022 | 05:49
Lesezeit: 3 Min
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Pia Baresch und Adi Hirschal werden auch die Besucherinnen und Besucher des Kultursommers Laxenburg mental aufladen.
Foto: Sabine Hauswirth
Adi Hirschal überrascht dieses Jahr mit einem „Esoterical“ und hofft, dass sich das Publikum auf den Zauber einlässt.
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Die Aussichten auf einen unbeschwerten Sommer mit viel Spaß und Unterhaltung sind angesichts des Ukraine-Krieges und der Corona-Pandemie derzeit nicht allzu rosig.

Man bräuchte vielleicht jemanden, der es schafft, einem ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Jemand, der gut gelaunt blödeln kann und einem trotzdem den Weg zu einem sinnerfüllten Leben zeigt – einen Guru eben. Als solcher tritt Adi Hirschal auf der Bühne der Franzensburg in Erscheinung.

„Ich habe schon in den 1970er-Jahren Yoga gemacht, aber ohne ein Etikett dafür aufgeklebt zu bekommen.“
Adi Hirschal

„Ich habe schon in den 1970er-Jahren Yoga gemacht, aber ohne ein Etikett dafür aufgeklebt zu bekommen. Damals hätte niemand gewusst, was ein Esoteriker ist“, schmunzelt Hirschal auf dem Weg durch den Laxenburger Schlosspark zur Franzensburg. Den Sinn des Lebens zu suchen hält er nicht unbedingt für einen esoterischen Anspruch. Nur das Recht auf Glück, das man versucht, mit diversen Mitteln zu erwerben – dahinter stehe mittlerweile eine Industrie, meint Hirschal.

Vieles würde man im Alltag gar nicht merken, weil es so selbstverständlich geworden ist, etwa die Musikberieselung mit eindeutigem esoterischem Einschlag an öffentlichen Plätzen. Der Musik entkommen will man auf der Franzensburg sowieso nicht. Denn in Hirschals „Esoterical“ wird gespielt, getanzt und gesungen.

Pia Paresch wird ganz bestimmt wieder mit dabei sein“, sagt Hirschal, der junge Talente nicht zum Casting bestellt, sondern sich die jungen Künstlerinnen und Künstler direkt auf der Bühne anschaut. Olivier Lendl und Christian Deix haben das Buch geschrieben, Anna Schober wird Regie führen. „Ich glaube, dass sich viele Menschen wiedererkennen werden“.

In „Der Guru – oder Der Weg ins Shangri La La La!“ wird Hirschal für einen Guru gehalten, auf dessen Erscheinen die Bewohnerinnen und Bewohner des „Zentrums für ganzheitliches Wohlbefinden“ im Wienerwald schon sehnsüchtig warten. Dieser soll mit außergewöhnlichen Praktiken den ins Trudeln geratenen „Es-Geht-Uns-Gut-Hof“ wieder in Schwung bringen.

„Aber in Wirklichkeit bin ich gar nicht der erwartete Guru, das Stück ist eine Verwechslungskomödie. Streng genommen eine Kriminalgeschichte, denn derjenige, den ich darstelle, muss um seines Lebens Willen so tun, als wäre er der Guru“, verrät Hirschal – mehr aber nicht.

Theater als Ort für Freiheit und Heiterkeit

Der Künstler will sich von Corona nicht ausbremsen lassen und betätigt sich hier mitunter als Guru: „Das Virus der Angst soll aus den Köpfen der Menschen verschwinden. Das Theater ist der Ort, wo der Zustand von Freiheit und Heiterkeit wieder hergestellt werden kann, wenn die Menschen kommen und sich auf seinen Zauber einlassen.“

Premiere ist am Sonntag, 12. Juni um 16.30, gespielt wird jeweils samstags und sonntags (16.30 Uhr) bis 14. August. kultursommerlaxenburg.at

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