Auszeichnung erhalten: Orthopädie gilt als Vorbild. Primarius Thomas Klestil erhielt für seine Studie den Wissenschaftspreis.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 25. Dezember 2019 (06:33)
Primarius Johann Pidlich, Ärztlicher Direktor, Primarius Thomas Klestil, Abteilungsvorstand Orthopädie und Traumatologie und Primarius Burghard Plainer, stellvertretender Ärztlicher Direktor,.
Holding

Aufgrund einer Studie zum Thema „Hüftnahe Brüche und der Einfluss des Zeitfaktors zwischen Einlieferung und Operation“ wurde der diesjährige Wissenschaftspreis der Österreichischen Gesellschaft für Unfallchirurgie (ÖGU) an Primarius Thomas Klestil aus Mödling, Abteilungsvorstand Orthopädie und Traumatologie im Landesklinikum Baden-Mödling, verliehen.

Gemeinsam mit einer Arbeitsgruppe aus dem Landesklinikum Baden-Mödling, der Donau-Universität Krems und der dortigen „Cochrane Niederlassung Österreich“ (Krems) konnte in einer Studie der Nachweis erbracht werden, dass der hüft-nahe Bruch in der Altersgruppe 60+ zwingend innerhalb von 48 Stunden nach Einlieferung operiert werden muss. Wird dieses Zeitfenster nicht eingehalten, steigt die 1-Jahres-Sterblichkeit um 20 Prozent. Im Landesklinikum Baden-Mödling stehen pro Tag durchschnittlich drei derartige Hüft-Operationen am Plan, machte Klestil deutlich: „All diese Operationen werden ausnahmslos innerhalb dieser 48 Stunden durchgeführt.“

Sich an wissenschaftlichen Studien zu beteiligen diene „der fachlichen Weiterentwicklung und garantiert die medizinische Versorgung auf höchstem Niveau“, merkten Primarius Johann Pidlich, Ärztlicher Leiter des Landesklinikums Baden-Mödling, und Mödlings Standortleiter Primarius Burghard Plainer an. Beide gratulierten Klestil „zu dieser herausragenden Auszeichnung“.

Landesrat: „Stolz auf Spitzenmediziner“

Für Stephan Pernkopf, ÖVP, ist als zuständiger Landesrat „die qualitativ beste medizinische Betreuung der Patientinnen und Patienten oberstes Ziel. Wir können sehr stolz auf unsere engagierten, erfahrenen und motivierten Spitzenmediziner in den Landes- und Universitätskliniken sein. Sie tragen den guten Ruf aus Niederösterreich über die Grenzen hinaus“.