Mehr Personal in Sicht. Die SPÖ hat weiterhin ein Auge aufs personelle Geschehen. Man will keine „Beruhigungspillen“ schlucken.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 16. Juni 2017 (05:36)
Kraus
Alles wird neu – auch im Landesklinikum Standort Mödling. Patienten, Belegschaft und Politiker hoffen, dass sich dadurch auch personelle Verbesserung ergeben werden.

SPÖ-Bezirksparteivorsitzender Hannes Weninger und SPÖ-Stadtparteiobfrau Silvia Drechsler lassen nicht locker. Für sie ist der Personalmangel im Landesklinikum Baden-Mödling nach wie vor ungelöst. Weninger übt heftige Kritik: „Mit einem halben neuen Mitarbeiter pro Abteilung lässt sich das akute Problem im Krankenhaus Mödling nicht lösen.“ Er fordert noch vor dem Sommer „konkrete und vor allem langfristige Lösungen“.

Von „Beruhigungspillen und Scheinlösungen“ spricht Drechsler und verweist auf einen vom Gemeinderat einstimmig beschlossen SPÖ-Antrag zur Lösung des Problems. „Der akute Personalmangel bei Ärzten, Krankenschwestern und Pflegern führt nicht nur zu vielen Überstunden, sondern zu einer Überbelastung der Belegschaft und leider zunehmend auch zu Behandlungs- und Versorgungsmängeln“, hört Drechsler immer wieder von Mitarbeitern des Klinikums.

148 Neuaufnahmen für 27 Häuser

Gemeinsam begrüßen Drechsler und Weninger die vom Land Niederösterreich angekündigte Aufnahme neuer Mitarbeiter im nächsten Jahr. Allerdings können „148 Neuaufnahmen für 27 Krankenhausanstalten im ganzen Land nur ein Anfang sein, nun braucht es jedoch rasch weitere Maßnahmen, um die medizinische Versorgung tatsächlich sicher zu stellen“.

Seitens der Landeskliniken-Holding bestätigt man, dass „im Dienstpostenplan 2018 im Kliniken-Bereich 148 zusätzliche Dienstposten vorgesehen sind. Ein Plus an zusätzlichen personellen Ressourcen, wie es sie noch nie zuvor gegeben hat. Um zusätzlich angefallene Stunden, welche etwa in Zeitausgleich münden, auch rascher abbauen zu können, kann weiteres Personal aufgenommen werden. Hierzu wird es weitere Gesprächen zwischen Land NÖ, Landeskliniken-Holding und Kliniken geben“.