Biosphärenpark hat neuen Direktor . Andreas Weiß hat mit 1. Juli Leitung der Biosphärenpark Wienerwald Management GmbH übernommen.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 12. Juli 2019 (04:39)
PID/Votava
Andreas Weiß (r.) mit Wiens Umweltstadträtin Ulli Sima und Landesrat Stephan Pernkopf sowie Herbert Greisberger, der sich wieder ganz seiner Tätigkeit als Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur Niederösterreich (eNu) widmen wird.

Andreas Weiß ist im politischen und gesellschaftlichen Leben der Marktgemeinde kein Unbekannter. Als VP-Umweltgemeinderat organisiert er den jährlich stattfindenden Klimatag und den Mobilitätstag am Schlossplatz.

Jetzt weitet er sein organisatorisches Geschick auf den Biosphärenpark aus, mit dessen Leitung er statt Herbert Greisberger, der sich ganz der Energie- und Umweltagentur NÖ widmen will, betraut wurde. Weiß ist studierter Landschaftsökologe (BOKU Wien) und war über viele Jahre im Regionalmanagement Niederösterreich als Geschäftsführer des Regionalverbandes Industrieviertel tätig. Zuletzt leitete er beim Land NÖ die Verwaltungsbehörde für das EU-Förderprogramm INTERREG Österreich - Tschechische Republik.

" Ich habe ein engagiertes und motiviertes Team vorgefunden"

Im Biosphärenpark-Büro in Tullnerbach hat er sich „bereits gut eingelebt. Ich habe ein engagiertes und motiviertes Team vorgefunden, Herbert Greisberger hat immer ein Auge auf die Einhaltung der budgetären Rahmenbedingungen gehabt. Auch von dieser Seite her passt alles.“ Im Moment ist Weiß dabei, sich in alle Projekte einzuarbeiten. Die Schwerpunkte liegen auf landschaftspflegerischen Maßnahmen, Abstimmung von Mountainbikezonen gemeinsam mit der Community und den Grundbesitzern sowie der Forschungsarbeit in den Kernzonen.

Aber Weiß möchte auch eigene Ideen und Akzente einbringen und „hinaus in die Region gehen“. Ein großes Anliegen ist es ihm, die Gemeinden und die Bevölkerung rund um den Biosphärenpark stärker in die Aktivitäten einzubinden. Das ist besonders bei landschaftspflegerischen Maßnahmen sehr gut möglich. „Wir haben Projekte, wo Volontäre bei Pflegemaßnahmen eingesetzt werden. Das ist aber jetzt schon auch für Vereine, Pfadfindergruppen und Schulklassen möglich.“

Um den Gemeinden verstärkt bewusst zu machen, was sie für Naturschätze in ihren Orten beherbergen, arbeiten Mitarbeiter des Biosphärenparks an einer Offenlandkartierung und einer Gewässerkartierung, um besonders wertvolle Naturflächen zu dokumentieren.