Brunnenplatz in Privatbesitz. Café Herzoghof-Besitzerin hat von Hauseigentümer Gemeinschaft den Bereich inklusive Brunnen bis zur Straße gepachtet.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 25. September 2017 (04:28)
Bürgermeister Robert Dienst, ÖVP.
Gemeinde

LAXENBURG Besitzstörungsklagen für Parker vor ADEG und Café Herzoghof und ein verwahrloster Brunnen, mit diesen Themen sah sich die Gemeinde in den letzten Jahren regelmäßig zu Beginn der Eissaison konfrontiert.

Auch bei der NÖN gingen Anfragen ein, warum der Platz rund um den Brunnen nicht zur „Begegnungszone“ für Besucher der verschiedenen Eissalons werden könnte, die in Ruhe ihr Eis aus der Tüte schlecken wollen. Dem steht diametral gegenüber, dass der Platz nicht in Besitz der Gemeinde ist, sondern einer Hauseigentümergemeinschaft gehört.

Herzoghof-Chefin Beatrix Schwed erklärt gegenüber der NÖN, dass sie den Platz von der Hauseigentümergemeinschaft gepachtet habe. Das bestätigt auch die Vertreterin der Hauseigentümergemeinschaft auf NÖN-Anfrage, die Hausverwaltung Manninger. Für Beatrix Schwed ist klar: „Eine Sanierung des Brunnens kommt für mich aus Kostengründen nicht infrage. Ich bin aber natürlich dafür verantwortlich, dass der Platz reingehalten wird.“

Konkretere Pläne für die Gestaltung des Platzes rund um den Brunnen hat die Café-Besitzerin noch nicht. Sie möchte die Absperrung rund um den Brunnen als Werbefläche nutzen. Schwed ist damit auch für die Reinigung des Platzes zuständig, wichtig sei, „dass der Platz betreut ist“,

Bürgermeister Robert Dienst, ÖVP, verweist darauf: „Wir als Gemeinde haben natürlich schon abgeklärt, welche rechtlichen Möglichkeiten es gibt. Fest steht, dass keine Gefahr im Verzug ist, also gibt es für uns auch keinen Anlass zum Handeln.“

Gemeinde nach wie vor an Platz interessiert

Wer mit der Platzgestaltung unzufrieden sei, könne sich direkt an die Café-Besitzerin wenden. Die Gemeinde sei zum Handeln bereit. „Wenn uns die Hausgemeinschaft ein entsprechendes Angebot für eine Kaufoption oder einen Pachtvertrag machen würde, dann wären wir bereit dafür. Das setzt aber eine klare Entscheidung der Hauseigentümergemeinschaft voraus, also einen entsprechenden Beschluss der Hausversammlung, und das ist bis jetzt nicht passiert.“ Der Bürgermeister will aber die Hoffnung nicht aufgeben, dass es nicht doch einmal zu einer Einigung kommt.