Dynamisches Duo im Laxenburger Haus Elisabeth

Andrea Reithmaier leitet das Alten- und Pflegeheim, Christina Reitmayer hat die Pflegedienstleitung übernommen.

NÖN Redaktion Erstellt am 08. Oktober 2021 | 05:52
Andrea Reithmaier und Christina Reitmayer Alten- und Pflegeheims Haus Elisabeth
Andrea Reithmaier (l.) und Christina Reitmayer (r.) leiten die Geschicke des Alten- und Pflegeheims Haus Elisabeth. Die rot-weiße Bandmarkierung im Garten zeigt, dass auch dieser Weg befestigt und für alle Bewohner zugänglich gemacht werden soll.
Foto: JJ

Zwei „Mayer“ an der Spitze, auch wenn man die Namen ganz unterschiedlich schreibt, Andrea Reithmaier und Christina Reitmayer können sich ein Schmunzeln nicht verkneifen, wenn die Rede auf ihre beiden Nachnamen kommt.

„Ich habe hier als Bilanzbuchhalterin begonnen. Die Welt der Zahlen ist zwar logisch und bietet ihre Vorteile, nur der direkte Kontakt zu den Menschen, der hat mir gefehlt.“ Andrea Reithmaier

Doch Andrea Reithmaier ist schon seit 2017 im Haus, sie erzählt: „Ich habe hier als Bilanzbuchhalterin begonnen. Die Welt der Zahlen ist zwar logisch und bietet ihre Vorteile, nur der direkte Kontakt zu den Menschen, der hat mir gefehlt. Als sich die Chance geboten hat, hier die die kaufmännische Heimleitung zu übernehmen, habe ich diese ergriffen.“

Reithmaier, eine gebürtige Kärntnerin, die bis vor ihrem Eintritt ins Haus Elisabeth stets in internationalen Konzernen gearbeitet hat, studierte in ihrer Zeit als Bilanzbuchhalterin berufsbegleitend ‚Aging Services Management‘, „das war die perfekte Ergänzung zu meinem abgeschlossenen Wirtschaftsstudium“, sagt Reithmaier. Als sich Sr. Francesca Fritz von de Hausleitung zurückzog, um sich als Ordens-Oberin ausschließlich um die Bedürfnisse der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Kreuz zu kümmern, wurde Reithmaier mit der Hausleitung beauftragt.

Qualität in der Pflege ist das Wichtigste

Den Bereich Pflege leitet jetzt Christina Reitmayer. Sie ist seit 1. September im Haus und berichtet: „Ich bin gelernte Krankenschwester und seit vielen Jahren im stationären Langzeitbereich tätigt. Ich habe unter anderem den Abschluss Master of Science im Pflegemanagement auf der Donauuni in Krems gemacht.“

Sie hat auch schon Ideen, um Neuerungen in der Pflege einzuführen, die vor allem der Qualitätssicherung und -verbesserung dienen. „Wir sind gerade dabei, das Haus Elisabeth nach dem Qualitätsmanagementsystem E-Qalin selbst zu bewerten, das ich persönlich sehr sinnvoll finde. Dabei werden im Haus sämtliche Prozesse im Bereich Bewohner, Mitarbeiter, Führung, Umfeld und lernende Organisation durchleuchtet“, schildert Reitmayer. Über mangelnden Zuspruch kann sich das Haus Elisabeth nicht beklagen. Neben den 139 Menschen, die im Alten- und Pflegeheim wohnen, ist auch die Nachfrage hinsichtlich der Wohnungen des direkt angeschlossenen Wohnens mit Service sehr groß.

„Die Menschen haben danach aber bald gemerkt, dass die Pflege von Angehörigen, die rund um die Uhr Betreuung benötigen, doch an die Substanz geht und die Ressourcen zuhause dafür nicht reichen.“ Christina Reitmayer

Weniger belegt war das Alten- und Pflegeheim „nur zurzeit des ersten Lockdowns“, sagt Heimleiterin Andrea Reithmaier. „Die Menschen haben danach aber bald gemerkt, dass die Pflege von Angehörigen, die rund um die Uhr Betreuung benötigen, doch an die Substanz geht und die Ressourcen zuhause dafür nicht reichen.“

Die Kreuzschwestern arbeiten noch ehrenamtlich im Haus mit und ermöglichen nun die Umgestaltung des Klostergartens. Der Garten wird künftig barrierefrei mit dem Rollator auch bis in den letzten Winkel genutzt werden können. Geschotterte Wege werden jetzt befestigt, Ruheoasen geschaffen. Überlegt wird, auch Plätze zu schaffen, wo Kräuter und Gemüse so angebaut werden können, dass es auch den Bewohnern möglich ist, bei der Ernte zu helfen.