Fieberhafte Fehlersuche nach Blackout in der SCS

Als am Montag etwa eine halbe Stunde vor Ladenschluss (19 Uhr) die Lichter ausgingen, nahmen es die SCS-Verantwortlichen, Geschäftstreibenden und Kunden noch relativ locker...

Erstellt am 30. Mai 2017 | 16:16
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SCS ist »Österreichs schönstes Shoppingcenter«
Foto: NOEN, SCS/TONI RAPPERSBERGER

Mitarbeiter der Wiener Netze machten sich sofort auf die Suche nach der Ursache für den Stromausfall und waren guten Mutes, selbigen im Zuge der Nacht beheben zu können. Doch gefehlt.

SCS-Centermanager Anton Cech
SCS-Centermanager Anton Cech
Dworak

„Es wurde immer turbulenter, wir immer nervöser“, lässt SCS-Centermanager Anton Cech die Nacht im NÖN-Gespräch Revue passieren. Denn die Behebung des Fehlers ließ weiterhin auf sich warten. Es wurde Dienstag, 6, dann 8, dann 9 Uhr. SCS-Teams informierten die bereits anwesenden Kunden und Shop-Mitarbeiter über den Stand der Dinge und darüber, dass „wir zwar alle Türen händisch aufmachen können, es aber nichts bringt, Leute in die Geschäfts zu lassen, weil es drinnen ja keine Strom gibt“.

Klärendes Gespräch mit Netzbetreiber

Aufatmen. „Kurz nach 9 Uhr konnten wir einen Bauteil nach dem anderen hochfahren“, erzählt Cech. Dann war wieder alles stromlos. Erst seit 11 Uhr läuft das Werkl wieder wie geschmiert.

Über die mögliche Ursache hält sich Cech bedeckt, „dazu gibt es am Mittwoch ein klärendes Gespräch mit den Wr. Netzen“. Wie man hört, könnte im Zuge des Bau einer Fernwärmeleitung am SCS-Areal ein Stromhauptkabel beschädigt worden sein, andererseits sind erst in der Vorwoche Teile des Stromnetzes im Industriezentrum Süd und in Guntramsdorf ausgefallen.

Cech: "Wir können nichts dafür"

Etwaige Schadensersatzpflichten sieht Cech nicht auf die SCS zukommen. „Wir können nichts dafür.“ Cech merkt zudem an, dass die SCS natürlich über Notstromaggregate verfüge: Die dienen aber nur dazu, im Notfall die Beleuchtung zu sichern.

Um die gesamte Shoppingmall zu versorgen, „würden wir aber ein kleines Kraftwerk brauchen“. Alles in allem ist die SCS vom Stromaufkommen her mit einer 14.000-Einwohner-Stadt gleichzusetzen.