Asylwerber wollte sich und St. Gabriel anzünden. Palästinenser hörte Stimmen und wollte sich und St. Gabriel anzünden.

Von Brigitte Steinbock. Erstellt am 04. Oktober 2017 (05:43)
Dworak
St. Gabriel sollte abgefackelt werden. Das hätten ihm auch Stimmen befohlen, meinte ein 21-jähriger Palästinenser. Er wurde nunmehr in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen.

Er wolle „eine eigene Wohnung, arbeiten und studieren“, forderte eigenen Angaben zufolge ein 21-jähriger Palästinenser. Als die behandelnde Psychologin dem Mann am 12. Mai im Badener Landesklinikum erklärte, dass das nicht so einfach sei, drohte er, sich selbst und die Mission St. Gabriel anzuzünden.

Vor Gericht bestätigte der Mann: „Ich habe gesagt, ich werde mich anzünden, wenn ich meine Rechte nicht bekomme.“

Asylwerber mit schwerer Persönlichkeitsstörung

Er gab zudem zu, eine Bettdecke angezündet, sie aber dann selbst gelöscht zu haben. Außerdem höre er Stimmen, die ihm sagen, dass er sich anzünden soll. Die Psychologin habe die Äußerungen sehr ernst genommen, der Verdächtige habe bei dem Gespräch „durchaus bedrohlich gewirkt“.

Für die Sachverständige Sigrun Roßmanith lässt sich bei dem Asylwerber eine schwere Persönlichkeitsstörung feststellen, die „für ihn und für andere brandgefährlich“ ist. Sie empfahl eine stationäre längere Behandlung und eine Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher.

Dieser Empfehlung wurde dann auch Folge geleistet.