Gabrium als Ort für Dialoge der Kulturen. Das „Gabrium“ entstand aus der Idee, leer stehende Räumlichkeiten gewinnbringend zu verwerten.

Von Johanna Hoblik. Erstellt am 03. Dezember 2017 (04:57)
Hoblik
Gabrium-Geschäftsführerin Maria Homm und der seit Oktober neu bestellte Hoteldirektor Christian Avanzini im renovierten kleinen Festsaal.

In den 20er-Jahren waren 650 ordenseigene Bewohner beheimatet. Nachwuchsmangel in den 90er-Jahren hinterließ leere Räumlichkeiten. Es entstand die Idee des „Gabrium“, eines Hotel- und Eventprojekts. Statische Gewölbeeigenheiten verhindern die geplante Eröffnung im November, die NÖN berichteten.

„Das Gabrium ist ein besonderer Ort, es ist uns gelungen ein authentisches, stimmiges Konzept zu realisieren, das auf den Werten des Ordens aufbaut, gleichzeitig in eine neue Zeit transportiert“, erzählt Geschäftsführerin Maria Homm im NÖN-Gespräch.

"Es ist ein ungewöhnliches Projekt"

Das Foyer wird in einer Mischung der Kulturen und Kontinente gestaltet, einzelne Stockwerke verschrieb die Künstlerin Isa Stein verschiedenen Erdteilen. Mit der Gebäudegestaltung wurde das Architekturbüro Anne Mautner Markhof aus St. Florian beauftragt.

„Als mir die Direktionsleitung angeboten wurde, zögerte ich nicht lange, es ist ein ungewöhnliches Projekt“, schwärmt Christian Avanzini, der seit Oktober die Geschicke des Hotels leitet.

Nach Fertigstellung stehen 20 Zimmer, drei Suiten, fünf Seminarräume und ein großer und kleiner Festsaal zur Verfügung. Keine Sorgen macht sich Avanzini über das Gästeaufkommen, „das Konzept ist gut und das Einzugsgebiet groß. Den 1. März als Eröffnungstermin peilen wir weiter an.“ Die Investitionssumme liege beit 8 Millionen Euro, gibt Fritz Mayrhofer, Vorstand des Immobilienfonds der Steyler Missionare, bekannt: „Wir sind sehr stolz, die Baukostenplanung einzuhalten.“