„Gönn Dir“ hilft in Krisenzeiten. Ziele: Fehlendes Sport- und Freizeit-Angebot für Jugendliche ausgleichen und Folgeproblemen vorbeugen.

Von Johanna Hoblik. Erstellt am 18. März 2021 (04:34)
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Die Gründer der Fitness-Plattform „Sportlexicon“, Nora Steinmüller und Josef Rottensteiner, präsentieren im Rahmen der Initiative des Bundesministeriums „Gönn Dir“ wöchentlich eine Live-Session.
privat, privat

„Lockdown, Homeschooling und Social Distancing; diese Dinge beschäftigen uns alle seit einem Jahr fast täglich“, weiß auch Nora Steinmüller, Lehrerin für Geografie und Spanisch am Sportgymnasium. Auch vor einem Jahr gründete sie mit ihrem Lebensgefährten, dem Sportwissenschaftler Josef Rottensteiner, die Fitnessplattform „Sportlexicon“.

Auf Einladung des Bildungsministeriums, das in einer Kooperation mit „4Gamechangers“ (Puls4) die Initiative „Gönn Dir“, ins Leben rief, repräsentiert das Paar den Sportbereich.

Erklärtes Ziel dabei: „Das fehlende Angebot der Sportvereine oder Freizeitaktivitäten neben reduzierter Schulanwesenheit auszugleichen“, betonte Steinmüller und fügt hinzu:

„Studien haben gezeigt, dass die Gruppe der 14- bis 19-Jährigen zu den großen Verlierern der Pandemie gehört. Zu wenig Bewegung kann zu einer Verschlechterung des psychischen Wohlbefindens führen und in weiterer Folge psychosomatische Probleme wie Magenprobleme oder Kopfschmerzen auslösen.“

„Gönn Dir“ kann man von überall starten, soll die Jugendlichen aus dem Zimmer locken, von Workouts bis Jonglieren ist alles dabei.

Überdies werden in sogenannten „Breakout Sessions“ soziale Kontakte mit Gleichgesinnten gepflegt. Begleitende Geschichten und gezielte Fragen die zum Nachdenken anregen, sollen zur Persönlichkeitsbildung beitragen. Programm und Zeiten wechseln wöchentlich, die Initiative läuft bis 27. März, bei guter Resonanz wird verlängert.