Laufen zwischen Hunden im Naherholungsgebiet. Eine Joggerin möchte sich bei ihrer Outdoor-Aktivität wieder wohlfühlen, ohne sich zu fürchten.

Von Johanna Hoblik. Erstellt am 25. September 2019 (05:44)
Im Naherholungsgebiet am Liechtenstein wird nach dem Forst- und Jagdgesetz geahndet. Der Umgang mit dem Hund im öffentlichen Raum ist auch darin geregelt.
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Einer Outdoor-Sportlerin wird das Joggen, besonders auf ihrer Lieblingsstrecke am Liechtenstein, von Hundebesitzern mehr als vergällt. „Ich sehe nicht ein, dass ich Angst haben muss, wenn ich an Hunden weit weg von ihren Besitzern vorbeilaufen muss. Stelle ich die Besitzer zur Rede, höre ich nur: ,Mein Hund tut ja nichts.“

Die NÖN hat auf Gemeindeebene nach diesen Regeln, an die sich Hundebesitzer, auch speziell im Naherholungsgebiet am Liechtenstein halten müssen, gefragt.

Klaus Jungwirth, Forstbeauftragter der Gemeinde Maria Enzersdorf erklärte: „Wir sind in der Gemeinde immer bemüht, die richtigen Informationen zu übermitteln, ortsfremde Personen erreichen wir leider schlecht.“

"Abseits von öffentlichen Wegen ist sogar unbedingt Leinenpflicht"

Im Forst- und Jagdgesetz, das am Liechtenstein gilt, ist es wie folgt verankert: „Der Hund muss im Forstbereich am öffentlichen Weg nicht angeleint sein, sich aber im Wirkungsbereich des Hundehalters aufhalten und auf Kommando folgen. Abseits von öffentlichen Wegen ist sogar unbedingt Leinenpflicht.“

Bürgermeister Johann Zeiner, ÖVP, verweist auf drei gesetzliche Kriterien: „Das Hundehaltergesetz sagt: Im dicht bebauten Gebiet, gilt Beißkorb- oder Leinenzwang. In Weingärten wird nach dem Flurgesetz geahndet: Hier darf der Hund nicht in das landwirtschaftlich genutzte Gebiet seine Notdurft verrichten, hier herrscht keine Leinenpflicht. Wie schon erwähnt, tritt im gesamten Gebiet am Liechtenstein das Forstgesetz in Kraft: Für die Exekutive ist das äußerst schwierig zu ahnden, ich kann nur an das Wohlverhalten der Hundebesitzer appellieren.“

In der Gemeinde wurde der Joggerin auf Nachfrage mitgeteilt, dass „mehr strafrechtliche Vorfälle mit Hunden eine effektivere Ahndung begünstigen würde“. Nun fragt sie sich natürlich etwas irritiert: „Muss wirklich erst etwas Schlimmes passieren, damit was passiert?“

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