Leinenzwang: Kontrolle eingefordert. Freizeitsportler Erwin Trummer sieht das sachlich. „Gesetze und Regeln sind da, um sie einzuhalten.“ 

Von Johanna Hoblik. Erstellt am 31. Juli 2021 (05:01)
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Am Liechtenstein gilt es, viele Interessen unter einen Hut zu bringen.
privat, privat

Für Erwin Trummer ist das Thema „Hunde an die Leine“ eine „unendliche Geschichte. Ich bin gerne am Liechtenstein unterwegs, besonders morgens macht mir die körperliche Betätigung innerhalb unserer Nordic Walking-Gruppe großen Spaß“.

Dieser Spaß hört sich für ihn aber auf, wenn mehrere nichtangeleinte Hunde ohne Beißkorb auf die kleine Sportgruppe zustürmen. „Wohlfühlen kann man sich da nicht, ich denke da auch an die Spaziergänger der Seniorenresidenz.“ In diese Situation gebracht zu werden ist für Trummer „allein schon befremdlich, oft fehlt auch der gebührende Respekt beim Versuch, Hundebesitzer sachlich auf die Lage hinzuweisen“.

Eine erneute Anfeindung brachte das Fass zum Überkochen und er wandte sich an die NÖN-Redaktion. „Es gibt doch Hinweistafeln und Absperrungen, die unmissverständlich sind“, beklagt er sich, „ein verordneter Leinenzwang lässt doch keine Hintertüre offen?“

Der Hundeauslaufplatz führt sich für Trummer erst recht „ad absurdum, wenn dieser nicht genutzt wird“. Fest steht für ihn: „Mehr als 50 Prozent der Hunde am Liechtenstein tragen weder Leine noch Beißkorb. „Hier braucht es Lösungen – Kontrolle gehört für mich da eindeutig dazu.“

„Respekt vor Mitbürgern und Wildtieren“

Mödlings Bezirksjägermeister Johannes Unterhalser weiß auch ein Lied davon zu singen. Er betont: „Das ist grundsätzlich eine Frage des Respekts vor den Mitbürgern, aber auch vor den Wildtieren.“ Der Wille des Hundehalters zähle für ihn dabei nicht: „Wir leben miteinander und das funktioniert nur, wenn man gewisse Regeln einhält.“ Aufklärung sei ein wichtiges Thema, „damit wurde schon viel erreicht“. Sein Leitspruch: „Durchs Reden kommen die Leute zusammen.“