Orgelklänge vom Feinsten in St. Gabriel. Internationale Interpreten brillieren in St. Gabriel.

Von Johanna Hoblik. Erstellt am 09. September 2020 (04:52)
Die gebürtige Süditalienerin und Programm-Mitverantwortliche derOrgeltage, Angela Amodio, brilliert am 3. Oktober auf „ihrer“ Orgel.
Schiffleitner, Tauchner SVD, Steyler Missionare

Kleine Orgel – große Töne: Im Mittelpunkt der an drei Abenden zelebrierten Orgeltage in St. Gabriel steht die Rieger-Orgel der Heilig-Geist-Kirche.

„Die Orgel ist zwar klein, aber bestens für den Raum disponiert“, erklärt Angela Amodio, seit 2002 Hausorganistin und mitverantwortlich für das künstlerische Programm der 24. Internationalen Maria Enzersdorfer Orgeltage: „Die Register lassen jedoch eine große musikalische Bandbreite zu“.

Auf ihr stellen internationale Interpreten ihr Können unter Beweis. Vom Barock bis in die Gegenwart reicht das Spektrum, drei Komponisten stehen dabei im Zentrum. Paul Hindemith und Johann Nepomuk David, die heuer ihren 125. Geburtstag gefeiert hätten, sowie der französische Komponist Jehan Alain.

„Ich freue mich, unserem Publikum heuer Gustostücke der Orgelmusik vorzustellen, die nur selten zur Aufführung gelangen“, gibt Amodio preis.

Das Auftaktkonzert bestreitet Klemens Schnorr, der frühere Domorganist am Freiburger Münster und Professor für Orgel an der Musikhochschule Freiburg im Breisgau.

„Ich freue mich, unserem Publikum heuer Gustostücke der Orgelmusik vorzustellen, die nur selten zur Aufführung gelangen“Angela Amodio

Am zweiten Abend ist der aus Osttirol stammenden Peter Peinstingl, Stiftskapellmeister und Stiftsorganist von St. Peter in Salzburg zu erleben.

Die gebürtige Süditalienerin Angela Amodio wird zum Abschluss auf „ihrer“ Orgel brillieren.

Mit dem 1982 eingeweihten Instrument befindet sich das Missionshaus St. Gabriel in bester Gesellschaft: Auch im Wiener Musikverein, in der Musikuniversität und im Stephansdom stehen Orgeln der weltberühmten vorarlberger Firma. Ungewöhnlich ist der Standort der Orgel in der Apsis hinter dem Hauptaltar.

2012 wurde die Rieger-Orgel einer gründlichen Wartung unterzogen, dabei wurde auch die Klangfarbe neu festgelegt. War die Orgel zuvor auf eine barocke Stimmung ausgerichtet, wurde eine weniger einseitige Lösung gesucht, die es ermöglicht, für moderne Orgelmusik bessere Klange rgebnisse zu erzielen.

Seit 24 Jahren sind die Orgeltage fester Bestandteil des Maria Enzersdorfer Kulturlebens und finden heuer am 19. und 26. September, sowie am 3. Oktober (Beginn jeweils um 19 Uhr) statt. Eintritt freie Spende.