Maria Enzersdorf

Erstellt am 31. Dezember 2018, 11:16

von Christoph Dworak

Schwerer Raub als "Rückholaktion" für Ehefrau.

Weingartner-Foto

„Schwerer Raub auf dem Radweg“ lautete der Einsatzgrund für Beamte der Polizeiinspektion Perchtoldsdorf. Das Opfer, ein 45-jährige Maria Enzersdorfer, war entlang des  Petersbaches Richtung Wien unterwegs, als er plötzlich gestoßen wurde, stürzte und einen dunkel bekleideten Mann vor sich stehen sah. Der Unbekannte habe ihn in österreichischem Dialekt aufgefordert, Geld und Handy rauszurücken – und der Forderung mit einem Messer Nachdruck verliehen.

Der Maria Enzersdorfer holte etwa 100 Euro aus der Geldbörse und beteuerte, kein Telefon mit dabei zu haben. Der Verdächtige diskutierte nicht weiter und flüchtete mit dem Fahrrad. So die Version des „Opfers“... 

Denn zwei Tage später gestand der 45-Jährige, den Überfall erfunden zu haben. Seine Frau sei vor Kurzem aus für ihn unerklärlichen Gründen untergetaucht, durch die „Story“ habe er gehofft, sie könnte sich vielleicht wieder bei ihm melden. Der Mann wird jetzt als Beschuldigter wegen Verdachts der Vortäuschung einer mit Strafe bedrohten Handlung geführt.