Hildegard und Nepomuk in Plastiksack ausgesetzt. Unbekannte setzten Tiere in Plastikbeutel aus. Tierfreunde retteten die Meerschweinchen und brachten sie in den Wiener Tierschutzverein in Vösendorf (Bezirk Mödling).

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 12. Juli 2019 (16:30)

"Grausam, dumm und menschlich höchst verwerflich: Haustiere einfach ihrem Schicksal zu überlassen ist an und für sich schon eine Barbarei. Diese dann auch noch zusätzlich und ohne Skrupel lebensgefährlichen Bedingungen auszusetzen, grenzt an unglaubliche Dummheit und Grausamkeit und hat eigentlich in einer zivilisierten Gesellschaft keinen Platz", betonte der Wiener Tierschutzverein (WTV) in einer Aussendung am Freitag.

Vor einigen Tagen entdeckten Tierfreunde im Schweizergarten im dritten Wiener Gemeindebezirk (Wien-Landstraße) einen Plastiksack, in den zwei Meerschweinchen gestopft waren. Damals dürfte zudem noch brütende Hitze geherrscht haben.

"Die unbekannten Tierquäler nahmen also nicht nur einen möglichen Hitzetod der Tiere in Kauf, auch ein möglicher Erstickungstod der Meerschweinchen dürfte ihnen egal gewesen sein", so der WTV. Die Tierfreunde nahmen die völlig verschreckten Tiere an sich und brachten sie zu sich nach Hause, wo sich die Tiere einige Tage lang von dem Stress erholen durften.

Am Donnerstag wurden die beiden Meerschweinchen in den Wiener Tierschutzverein nach Vösendorf gebracht. Sie wurden eingehend tierärztlich untersucht und sind bis auf vernachlässigte Krallenpflege gesund und munter.

Die zutraulichen Tiere, es handelt sich um ein kastriertes Männchen und ein Weibchen, wurden von WTV-Mitarbeitern auf die Namen „Nepomuk“ und „Hildegard“ getauft. Sie haben mittlerweile ein Zimmer im Kleintierhaus des WTV bezogen und warten nach Ablauf der gesetzlichen Fristen auf neue, liebevolle Besitzer.

Aktuell können noch keine genauen Angaben zum Vergabezeitpunkt der Tiere gemacht werden.