145 Jahre Feuerwehr Wr. Neudorf. Seit 1872 haben die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr an die 30.000 Einsätze absolviert.

Von Karl Stiefel. Update am 05. September 2017 (14:45)

Die Freiwillige Feuerwehr Wiener Neudorf feierte am Wochenende mit einem gebührenden Fest im Feuerwehrhaus ihr 145-jähriges Bestehen. Bürgermeister Herbert Janschka, ÖVP, brachte eine historische Perspektive ins Treffen: „1872, im Jahr der Gründung, gab es im ganzen Ort 128 Häuser mit rund 1.700 Bewohnern. Das ist aktuell die Hälfte der Einwohner am Reisenbauer-Ring. Seither, so haben wir gerechnet, haben die freiwilligen Helfer insgesamt über 30.000 Einsätze absolviert. Dafür ein großes Danke.“

Entsprechend gewürdigt wurden die Wr. Neudorfer Kameraden auch von Bezirksfeuerwehrkommandant Richard Feischl: „Die Mannschaft ist in vielen Bereichen kompetent ausgebildet und ausgerüstet. In Wiener Neudorf findet man ein Gefahrenstoff-Fahrzeug, die Atemschutz-Truppe und die Höhenrettung unter einem Dach. Dieses Engagement geht weit über die Freiwilligkeit hinaus.“

Der ehemalige Bürgermeister Christian Wöhrleitner, SPÖ, kann mit der Feuerwehr auf ein Jahrzehnt Zusammenarbeit zurückblicken: „Das Haus, in dem wir gerade feiern, durften wir 2009 einweihen. Wenn man sich anschaut, was die Einsatzkräfte leisten, kann ihre Zentrale gar nicht groß genug sein.“
Eine Gratulantin hatte besondere Grußworte mit im Gepäck: „Ohne euch würde ich nicht leben oder heute hier stehen. Gestern vor einem Jahr habt ihr mich unter einem Lkw herausgefischt.“

Natürlich gab es Geschenke für die Freiwillige Feuerwehr Wiener Neudorf: Neben einem 5.000 Euro Scheck der Wohngenossenschaft, überreicht von Wöhrleitner, gab es eine 12 m2 große Wiener Neudorf-Karte seitens der Gemeinde.

Janschka hatte Geschenke für „seine“ Feuerwehr und die des ebenfalls anwesenden Mödlinger Bürgermeisters Hans Stefan Hintner: „Ihr dürft einen Tag lang auf Wiener Neudorf aufpassen, wir werden nämlich mit allen Mitgliedern und deren Partnern und Kindern einen Tagesausflug machen.“

Kommandant Walter Wistermayer möchte „weiter die Stimmung meiner Kameraden hochhalten, für sie einen reibungslosen Einsatz gewährleisten und mit der Gemeinde auf einen Nenner kommen. Das alles könnte ich nicht ohne unser Team machen, das auch bei dem Fest so viel organisiert hat. Deshalb möchte ich unser Jubiläum nutzen, um mich bei den Mitgliedern und deren Familien für das außergewöhnliche Engagement und die enorme Geduld bedanken.