Ärger über Schranken in der Grenzgasse reißt nicht ab. Der fast stets geschlossene Schranken ist auch für Fußgänger Ärgernis.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 15. Juni 2019 (12:37)
Willy Kraus
Das übliche Bild: Der Schranken in der Grenzgasse ist geschlossen.

„Man sieht Wartezeiten ein, wenn Züge fahren, aber nicht, wenn man 45 Minuten warten muss und drei Züge in fahren.“ Der Ärger über den fast ständig geschlossenen Schranken in der Grenzgasse reißt nicht ab. Leserbrief über Leserbrief geht nach wie vor in der Online-Redaktion ein. Vor allem aus Sicht der Fußgänger sei das „eine Schikane“, meint eine Mödlingerin. Dem Schranken örtlich auszuweichen sei per pedes eben nicht so leicht.

Christopher Seif, Pressesprecher der ÖBB, hat aktuell keine rasche Lösung parat: „In Bezug auf die Eisenbahnkreuzung mit der Grenzgasse, aber auch bezüglich der in der Friedrich-Schiller-Straße, stimmen wir überein, dass die örtlichen Verkehrsverhältnisse wenig zufriedenstellend sind.“

Die einerseits hohe Zugdichte mit über 350 Zügen pro Tag im mehrgleisigen Abschnitt und andererseits der Nahebereich zum Bahnhof Mödling verursachen längere Schließzeiten der Eisenbahnkreuzung als bei Eisenbahnkreuzungen, die sich auf freien Streckenabschnitten befinden und von beiden Fahrtrichtungen aus vollautomatisch durch den Zug eingeschaltet werden können.

"Situation wird sich mittelfristig nicht verbessern"

„Aufgrund der steigenden Nachfrage im öffentlichen Verkehr wird sich die Situation bei der gegenständlichen Eisenbahnkreuzung in der Grenzgasse bei den Schließzeiten mittelfristig nicht verbessern“, macht Seif wenig Hoffnung. Das betreffe beide Eisenbahnkreuzungen in Mödling.

„Zur Verbesserung sind wir häufig mit den Vertretern der Gemeinden Mödling und Maria Enzersdorf in Kontakt, wobei die Auflassung Eisenbahnkreuzung Grenzgasse durch die Errichtung eines Ersatzbauwerkes erst im Zuge des geplanten viergleisigen Ausbaus der Südstrecke bis Mödling vorgesehen ist.“

Als „Ersatzbauwerke“ kämen Unter- und Überführungen infrage. Ebenso wie die gänzliche Auflassung der Grenzgasse-Verbindung über die Südbahn.