„Aktion scharf“ in Asyl-Unterkünften. Standeskontrollen, Anwesenheitspflicht zwischen 22 und 6 Uhr, neuerlicher Asyl-Gipfel in spätestens sechs Monaten.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 21. September 2016 (05:45)
NOEN, Christoph Dworak
Bezirkspolizeikommandant Peter Waldinger

Unsittliche Übergriffe auf Frauen in der Fußgängerzone, dokumentierte 241 Polizeieinsätze innerhalb eines Jahres in den Asylanten-Unterkünften im Bezirk, 83 angezeigte Verbrechen oder Vergehen – diese Statistik ist die Antwort einer parlamentarischen FPÖ-Anfrage an Innenminister Wolfgang Sobotka, ÖVP – waren Gründe genug, einen Asyl-Gipfel einzuberufen.

Das Ergebnis des Gipfelgesprächs: Fix ist, dass die restriktiv verfassten Hausordnungen nunmehr auch entsprechend überwacht werden. Zwischen 22 und 6 Uhr müssen sämtliche Asylwerber im Haus sein und sich der Nachtruhe entsprechend ruhig verhalten. Schlupflöcher – in manchen Quartieren büxten die Jugendlichen durch Fenster oder Notausgänge aus – werden ab sofort dichtgemacht, betonte Bezirkspolizeikommandant Peter Waldinger.

Sanktionen wie Hausarrest

Zudem werden Standeskontrollen eingeführt. Bei Nichtbeachtung setzt es künftig Sanktionen wie Hausarrest; bei mehrmaligen oder tief greifenden Verfehlungen erfolgt die Verlegung in ein anderes Quartier. Aber: „Wir sind auch bemüht, gemeinsam mit Connect Mödling die Möglichkeiten einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung zu prüfen“, ergänzte Mödlings Stadtchef Hans Stefan Hintner.

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