Anrainer-Beschwerde: Debatte um Flohmarkt. Flohmarkt-Organisatorin betont, Anrainer in alle Aktivitäten mit einzubinden und zu informieren.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 29. Mai 2019 (04:00)
Der Jubiläumsflohmarkt am 11. Mai war trotz unbeständigen Wetters auch wieder ein großer Erfolg.
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Ein Leserbrief erreichte die NÖN, in dem sich eine Anrainerin, Name der Redaktion bekannt, über den Flohmarkt im Schwarzrockpark beschwert. Darin heißt es, die Aussteller würden schon um fünf Uhr in der Früh in den Park zufahren, dementsprechend groß sei die Lärmentwicklung, auf die Anrainer würde keine Rücksicht genommen.

Sibille Greicha hat heuer am 11. Mai den „Jubiläumsflohmarkt“ organisiert, denn es ist bereits das zehnte Jahr, dass der Flohmarkt stattfindet. Zwei Termine gibt es, einmal im Mai, einmal im September.

"Der Flohmarkt findet für einen guten Zweck statt"

Sie erklärt: „Die Anrainer werden informiert, entweder per Info-Zettel oder per Ankündigung in der Broschüre ‚Was ist los in Mödling’. Wir bitten, die Aussteller entsprechend leise zu sein. Ich bin ebenfalls ab fünf Uhr in der Früh im Park und schaue, dass alles so abläuft, wie es sein soll.“ Sie appelliert an das Verständnis er Anrainerinnen und Anrainer: „Der Flohmarkt findet für einen guten Zweck statt, es wäre schön, wenn es den Anrainern möglich wäre, an zwei Tagen im Jahr mit geschlossenem Fenster zu schlafen. Bei dem Lärm handelt es sich im Normalfall um das Öffnen und Schließen von Autotüren und um Geklapper von Nachziehwägen.“

Der Flohmarkt im Schwarzrockpark war auch heuer wieder bestens besucht. Das verwundert Stadträtin Roswitha Zieger, ÖVP, nicht. Sie betont: „Die Organisation des Flohmarktes ist vorbildlich, sonst würden wir es vonseiten der Stadt nicht erlauben, dass er bereits im zehnten Jahr im Schwarzrockpark stattfindet. Die Qualität der Ware ist hochwertig, alles wird von den Ausstellern liebevoll präsentiert und genauso sorgfältig wieder weggeräumt. Der Park wird besenrein übergeben, das soll Frau Greicha einmal jemand nachmachen.“

Sie ist davon überzeugt: „Der Flohmarkt Schwarzrockpark ist ein Paradebeispiel dafür, wie Nachhaltigkeit funktionieren kann. Bekleidung, Schuhe und Spiele werden nicht einfach weggeworfen, sondern weiter gegeben. Davon haben alle etwas: Die Aussteller, die die Ware los sind, und jene, die sich über ihre Einkäufe freuen.“

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