Beschluss gefasst: Bürger sind am Wort. Das Projekt in der Schöffelstadt wird ab sofort gemeinsam mit den Bewohnern des Stadtteils über die Bühne gehen.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 11. Januar 2019 (03:06)
SPÖ
SPÖ-Stadtparteiobfrau Silvia Drechsler ist mir ihrer Forderung auf Gehör gestoßen.

„Der Josef Hyrtl-Platz ist der einzige zentrale Platz in der Schöffelstadt und hat daher für den Stadtteil eine wichtige Bedeutung“, betont SPÖ-Stadtparteiobfrau Silvia Drechsler. Deshalb soll das Projekt am Areal des Rot Kreuz-Katastrophenlagers nicht ohne Bürgerbeteiligung über die Bühne gehen, fordern die Mödlinger Sozialdemokraten.

„Ein Landschaftsplanungsbüro wurde bereits mit dem Erstellen einer Studie, Vorentwurf und Entwurf beauftragt. Nun soll es bereits in die Detailplanung gehen. Die Bürgerinnen und Bürger der Schöffelstadt waren in die Planungen bis dato aber überhaupt nicht eingebunden“, kritisiert Drechsler. Mit einem Dringlichkeitsantrag wurde das SPÖ-Begehren nunmehr untermauert.

"Die SPÖ hat den Wunsch bereits in einer Ausschusssitzung deponiert"

Rainer Praschak, Grüne, versteht als zuständiger Stadtrat die Aufregung nicht ganz: „Die SPÖ hat den Wunsch bereits in einer Ausschusssitzung deponiert, ich habe Bürgerbeteiligung zugesagt. Warum jetzt noch ein Antrag gestellt wird, weiß ich nicht.“ Gemeinsam mit Alexander Kuhness von „NÖ Regional“ (Dorf- und Stadterneuerung) werde bereits an Details für den Ablauf gefeilt, macht Praschak deutlich.

Im Gegensatz zur Bürgerbeteiligung im Neusiedler Viertel habe man nicht viel Zeit. Eine erste Infoveranstaltung werde in wenigen Wochen am Programm stehen, verspricht Praschak.

Die WETgruppe hat das Areal gekauft, das Rote Kreuz übersiedelt ins neue Katastrophenlager nach Münchendorf, am Hyrtl platz entstehen Wohnungen. Details konnte der Wohnbauträger noch nicht preisgeben.

„Städtische Lebensqualität braucht lebendige Grätzel“, betont Drechsler. Deshalb sei die gemeinsame Aufwertung des Josef Hyrtl-Platzes „eine große Chance, dies gestalterisch zu berücksichtigen“.