Mödling

Erstellt am 09. März 2018, 05:01

von NÖN Redaktion

Biber soll wieder weg. Dass die Nager wieder im Mödlingbach heimisch sind, ist aus ökologischer Sicht erfreulich, hochwassertechnisch weniger.

 |  Garaus

Vor 18 Jahren entschied sich die Stadtgemeinde, die bestehende starre und betonierte Sohle des Mödlingbachs auf weiten Abschnitten innerhalb des Stadtgebietes aufzureißen und nach den neuesten Erkenntnissen der Ingenieurbiologie mit Naturmaterialien neu zu strukturieren.

Das Auftreten eines Jungbibers im Vorjahr – etwa zehn Jahre nach Beendigung der Bauarbeiten auf Mödinger Gemeindegebiet – sehen Experten als Bestätigung der wissenschaftlich-theoretischen Erkenntnisse: erst die umsichtige Herstellung eines attraktiven Lebensraums und der Abbruch der Gubin-Wehranlage konnten Biber anlocken. Aus hochwasserschutztechnischen Gründen muss allerdings verhindert werden, dass das Tier Staubauten anlegt.

Bei einem Lokalaugenschein mit Gerald Holzer, dem NÖ Biberbeauftragten und Wildbiologen der Universität für Bodenkultur, wurden daher sanfte und legitime Maßnahmen definiert, um den Biber zum Abwandern zu motivieren. Eine davon ist der Nahrungsmittelentzug.

Stadtrat Leo Lindebner, ÖVP, will den Fall „für alle Interessensgruppen bestmöglich lösen. Es sollen am Ende sowohl die Anrainer mit dem Wunsch nach höchstmöglichem Hochwasserschutz, aber auch besorgte Naturschützer zufrieden sein.“