Rotes Kreuz: Verwaltung gestrafft. Die Bezirksstellen Mödling und Brunn am Gebirge verfügen nunmehr über einen gemeinsamen Geschäftsführer.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 06. Februar 2021 (09:05)
Rot-Kreuz-Geschäftsführer Roman Frauenberger.
Rotes Kreuz

Aus Merkur will Billa plus, um Synergien zu nutzen und die Verwaltung zu straffen. Ähnliches passiert nunmehr in den Rot-Kreuz-Bezirksstellen Mödling und Brunn am Gebirge, die nur vier Kilometer entfernt liegen. Michael Dorfstätter (Mödling) und Gerald Czech (Brunn) präsentieren den nunmehr für beide Bezirksstellen zuständigen Geschäftsführer Roman Frauenberger, der sich bei einem Hearing durchgesetzt hat. Der  35-Jährige hat bereits 20 Jahre Rotkreuz-Erfahrung und ein Studium im Rettungsdienstmanagement absolviert. 

„Die Anforderungen an eine moderne humanitäre Organisation braucht eine professionelle Verwaltung, die mithilft, dass sich beide Bezirksstellen auf das konzentrieren können, wofür sie da sind: zu helfen“, beschreibt Frauenberger seine Aufgabe. Das Management der Angestellten, Logistik, Fahrzeugbeschaffung aber auch Verrechnung und Kundendienst sind nur einige der Aufgaben, die die gemeinsame Verwaltung im Roten Kreuz nun erledigt. Thomas Pointner, bislang Geschäftsführer in Mödling, ist zum Industrieviertel-Geschäftsführer aufgestiegen. 

Dorfstätter begrüßt das "Zusammenrücken der beiden Dienststellen", hebt hervor, dass man an beiden Standorten "über tolle Teams verfügt" und steht dem Verwaltungsverbund "sehr positiv gegenüber. Wichtig ist, dass das Miteinander im Vordergrund steht".

Begonnen habe die intensive Zusammenarbeit zwischen Brunn und Mödling 1989 mit dem Notarztwagen, erinnert sich Czech, der selbst fast 25 Jahre freiwillig als Notfallsanitäter am NAW tätig war. Die Leitstelle und auch die Ausbildung waren die nächsten erfolgreichen Kooperationsbereiche. Gleichzeitig sind die beiden Bezirksstellenleiter überzeugt, im Freiwilligenbereich nun noch besser auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Hilfe vor Ort konzentrieren. „Wir werden versuchen, Leistungen, die bisher nur an einer Bezirksstelle angeboten werden konnten, in den kommenden Monaten und Jahren für den ganzen Bezirk auszurollen“, erklärt Dorfstätter, darunter die Lerntreffs, Betreutes Wohnen, Hauskrankenpflege, die Team-Österreich-Tafel oder auch der Henry-Laden.