Bürgerservice neu: Jahr der Planung. Die Adaptierung des ehemaligen Finanzamts wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 02. Februar 2017 (04:34)
NOEN, Dworak
Stadtrat Gerald Ukmar mit Abteilungsleiterin Helga Schlechta vor dem Eingang zum künftigen Bürgerservice.

In Perchtoldsdorf geht die Rundumerneuerung des Gemeindeamts inklusive Einbau eines Aufzugs (Stichwort: Barrierefreiheit) und Schaffung einer Bürgerservicestelle in die Endphase.

In Mödling heißt es immer noch: „Bitte warten!“ Auch heuer wird sich kein Baufahrzeug den Weg in die Pfarrgasse bahnen, um mit der Erweiterung des Gemeindeamts zu beginnen, sagt Gerald Ukmar, ÖVP, der als Stadtrat für „Bürgerservice, Verwaltungsinnovation und gemeindeübergreifende Kooperationen“ verantwortlich zeichnet. Das unmittelbar ans Gemeindeamt angrenzende einstige Finanzamt in der Pfarrgasse gehört seit einem Jahr der Stadt Mödling, sie hat dafür der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) 767.000 Euro überwiesen.

Erste Ergebnisse im Sommer erwartet

Das Projekt „Gemeindeamt neu“ sei keineswegs eingeschlafen, betont Ukmar im NÖN-Gespräch. „Alle Abteilungsleiter haben Nutzungskonzepte mit ihren Wünschen, Ist- und Sollzustand erstellt, die bereits politisch in den Ausschüssen diskutiert worden sind. All das wird zur Ideenfindung im Rahmen eines Architektenwettbewerbs beitragen. Ich erwarte mir schon im Sommer erste Ergebnisse, wie man die Räumlichkeiten künftig nutzen kann.“

Fix ist, dass „wir die Arbeitsplätze der etwa 80 in der Pfarrgasse tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in eine helle, moderne Neuzeit führen werden“. Gleiches gelte auch im Sinne der Bürgerinnen und Bürger, die sich über eine barrierefreies Bürgerservice-Anlaufstelle im alten Finanzamtsgebäude freuen können.

Noch Vieles zu klären

Alles in allem werde 2017 für die umfassende Planung und technische Machbarkeitsstudien reserviert sein: „Es gibt noch so viel abseits der Raumnutzung zu klären“, weiß Ukmar: „Lässt sich tatsächlich eine Tiefgarage im Innenhof machen, öffnen wir den Zugang vom Schrannenplatz Richtung Gemeindeamt?“ Und: „Sämtliche Vorhaben sind Schritt für Schritt mit dem Bundesdenkmalamt abzustimmen.“

Wenn alle Unterlagen am Tisch liegen, stehe immer noch kein unmittelbarer Umbau-Start an, bedauert Ukmar: „Dann wird sich erst weisen, was das gesamte Projekt kostet und was wir uns leisten können.“

Mit der tatsächlichen Umsetzung des Vorhabens „Gemeindeamt neu“ dürfte es in der aktuellen Gemeinderatsperiode, die bis 2020 läuft, aller Voraussicht nach nichts werden.