Ein Forst für alle: Neue Routen im Wald. Für Mountainbiker aller Klassen wird derzeit an einem neuen Streckenkonzept gefeilt, um Wanderern auszuweichen.

Erstellt am 06. September 2017 (05:42)
Stadtrat Leo Lindebner, Umweltbeauftragte Ulla Freilinger, Jagdpächter Günter Weinkopf, Lisa und Herbert Ribarich sowie Daniel Winkler (v.l.) arbeiten ein Mountainbike-Konzept für den Mödlinger Stadtwald aus.
Bernhard Garaus

Mountainbiken hat sich im Lauf der letzten Jahre rasant weiterentwickelt und – auch gesellschaftlich – einen neuen Stellenwert erlangt. Daraus resultierte sowohl für Grundeigentümer als auch für Biker und weitere Gruppen, die im Wald unterwegs sind, eine neue Situation. Oft entsteht nicht unbeträchtliches Konfliktpotenzial zwischen Freizeitsportlern und anderen Erholungssuchenden.

Aufgrund der hohen Besucherdichte hat sich die Mödlinger Forstverwaltung unter der Leitung von Stadtrat Leo Lindebner, ÖVP, dafür entschieden, keine „Shared trails“ (gemeinsame Routen von Mountainbikern und Wanderern) zu führen, sondern separate Wegenetze anzubieten und zu gestalten.

Daniel Winkler, Student an der Wiener Uni für Bodenkultur (BOKU) und aktuell Forstpraktikant, ist selbst begeisterter Mountainbiker und hat im August Gleichgesinnte sowie Wanderer der Mödlinger Outdoorszene befragt, Beweg- und Hintergründe recherchiert, um eine Informationsgrundlage für Optimierungsmaßnahmen zu erhalten.

Nicht unbedeutend: das derzeitige Mountainbike-Wegenetz mit „Gaadener Route“ und „Anninger Route“ verliert Ende März 2018 seine Gültigkeit, sodass zeitgerecht über Alternativen zu reden war. Dabei kooperiert Mödling überregional mit allen Anninger-Gemeinden, vor allem aber mit lokalen Akteuren. Insbesondere der Mödlinger MTB-Insider Herbert Ribarich, Vorsitzender des Mountainbike-Referates im Österreichischen Radverband, will sich um ein bedarfsorientiertes und innovatives Konzept für Normalnutzer, aber auch für den Leistungssport, kümmern.

Die Aufgaben sind deutlich abgesteckt

Das neue Wegenetz soll schlussendlich mit 1. April 2018 in Kraft treten und zeitgerecht, unter anderem mithilfe eines neuen Leitsystems, publiziert werden. Projektträgerin ist „Wienerwald Tourismus“, die Wegekontrollen übernimmt die Union Hinterbrühl, für die Freigabe und Wegeerhaltung zeichnet die Besitzerin, die Stadtgemeinde Mödling, verantwortlich.

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