Erfolgreiche Initiative: Kein Essen im Müll. Die Restlverwertung der anderen Art kommt bei den Gastronomie- und Heurigenbetrieben gut an.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 12. Juli 2017 (02:18)
Stadtgemeinde
Das Projekt läuft gut an. Sehr zur Freude von Franziska Olischer, Hans Stefan Hintner, Daniela Jordan und Monika Bock.

Die gestartete Müll-vermeidung- und Restlverwertung-Initiative „Das wär’ doch schad’ drum“ dürfte eine erfolgreiche werden. In mehreren Gastronomie- und Heurigenbetrieben gibt es ab sofort wiederverwertbarer Boxen, in denen man das restliche Essen mit nach Hause nehmen kann. Damit kommt keine Alufolie zum Einsatz, das Stück Fleisch landet auch nicht im Müll – die NÖN berichteten.

Die für den Abfall zuständige Stadträtin Franziska Olischer, ÖVP, ist begeistert, dass die Aktion bereits sehr gut anläuft. „Die Anfragen werden immer mehr, sie kommen auch aus anderen Gemeinden. Ich möchte mich aber jetzt während des Probelaufs voll und ganz auf Mödling konzentrieren.“

Derartige Initiativen gegen Lebensmittelverschwendung bei gleichzeitiger Müllvermeidung gebe es viele. Die Mödlinger Variante habe Chancen, viele Nachahmer zu finden, ist Olischer überzeugt. Sie bedankt sich dabei vor allem an die beiden Mitstreiterinnen Monika Bock, Geschäftsführerin des „Mödlinger Saubermacher“ und Abfallberaterin Daniele Jordan: „Man kann noch so viele Ideen haben, ohne Unterstützer bis du chancenlos.“ So habe Jordan die Schiene zur KlarPac (Verpackungen für Lebensmittel) in Wien-Liesing gelegt. Entstanden sind die Boxen, die man „entweder auswaschen und erneut nutzen oder im Altpapier entsorgen kann“, erklärt Olischer. Ebenso wie die Becher.

Das (Verpackungs-)Material lagert im Wirtschaftshof und wird dort direkt an die Gastronomie- und Heurigenbetriebe ausgegeben. Stefan Poandl von KlarPac ist zudem unterwegs und holt Feedback ein, um Verbesserungsmöglichkeiten auszuloten. Der Probelauf der Aktion läuft bis Jahresende, alles in allem wird die Stadtgemeinde bis zu 15.000 Euro investieren. „Den Betrieben kosten die umweltfreundlichen Verpackungen nichts."

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