Mödling

Erstellt am 04. Januar 2017, 05:24

von Christoph Dworak

Föhrenhof bleibt noch länger Ruine. Gemeinderat bekräftigt bestehende Widmung „Sondergebiet – Gaststätte“.

Die Gemeinde fordert als Baubehörde den Wiederaufbau des Gebäudes, der Rechtsstreit mit den Eigentümern ist noch gerichtsanhängig. Das ist auf einer Tafel vor dem Föhrenhof auch dokumentiert.  |  Dworak

Im April jährt sich der Großbrand am „Föhrenhof“ bereits zum fünften Mal. Der damalige Pächter Fredy Öhlschuster ( 2015) dementierte im NÖN-Gespräch alle „Brandstiftung“-Mutmaßungen – wenige Tage nach dem Inferno hätte laut Bezirksgericht Mödling das Inventar versteigert werden sollen.

Ein Polster sei in einem unbenutzten Raum zu nahe an einer Lampe platziert gewesen und hätte dadurch Feuer gefangen. Mittlerweile hat die Versicherung den Schaden bezahlt, was nichts daran ändert, dass sich das ehemalige Landgasthaus immer noch als Ruine präsentiert.

Der Grund dafür liegt in einem Rechtsstreit zwischen der Gemeinde und den „Föhrenhof“-Eigentümern. Ein von der Gemeinde in Auftrag gegebenes raumplanerisches Gutachten habe verdeutlicht, dass der Föhrenhof traditioneller und wesentlicher Bestandteil in diesem Bereich sei und auch künftig als Ausgangspunkt für Wanderungen Bedeutung habe. Weshalb der Wiederaufbau des Gebäudes auf dem Areal mit der Widmung „Sondergebiet – Gaststätte“ Priorität habe.

Das habe die Gemeinde als Baubehörde auch den Eigentümern mitgeteilt. Die allerdings liebäugeln mit dem Bau von Wohnungen. „Wenn ein Wirtshaus abbrennt, heißt das nicht, dass man danach automatisch ein Wohnhaus errichten kann“, macht Stadtchef Hans Stefan Hintner, ÖVP, deutlich. Eine Widmungsänderung sei ausgeschlossen. Der Fall ist noch gerichtsanhängig.