Hilfe in den Ferien. Karitative Rumänientour / Michael Dorfstätter genießt als Lehrer – noch – nicht den Urlaub, sondern ist im Osten sozial engagiert.

Erstellt am 30. Juli 2014 (07:43)
NOEN, Jugendrotkreuz
Michael Dorfstätter (2.v.l.) initiierte eine karitative Reise nach Rumänien. An Unterstützung und Unterstützern mangelte es dabei nicht.

Mödlings Marathonmann &„Laufender Botschafter“ des Österreichischen Jugendrotkreuzes Michael Dorfstätter, hauptberuflich Lehrer an der Mittelschule Brunn, ist auch in den Ferien aktiv und karitativ unterwegs: Bereits zum 4. Mal organisierte er einen Hilfstransport über das Jugendrotkreuz nach Rumänien. Das Dorf Lelei, eine von der ungarischen Minderheit Rumäniens bewohnte Gemeinschaft, war für Dorfstätter und seine Begleiter Stefan Deák sowie Christoph Dorfstätter Ziel der Reise.

In der kleinen Schule und Pfarre des Ortes fanden die unzähligen Kleider- und Sachspenden Abnahme, und vor allem der Besuch in der Roma-Siedlung hinterließ bei den Helfern bleibende Eindrücke. „So viel Armut und Hoffnungslosigkeit auf einmal, das kann man nicht einfach vergessen.“

Eine Rettungsstelle kann nicht ohne Waschmaschine sein“, Spenderin Schulwartin Claudia Schwarz

Besonders stolz ist Dorfstätter auch über das Projekt, das er gemeinsam mit seinen Freunden ausgetüftelt hat: Defibrillatoren für die Landbevölkerung inklusive Schulung von erste Hilfe-Maßnahmen. Mit dem Personal einer Sanitätsstation und erfahrenen Ärzten können nun in den kleinen Dörfern Schulungen stattfinden, um die wichtigsten Maßnahmen bei Bewusstlosigkeit und Herzattacken zu lernen.

Über die Rot Kreuz-Landesverbände NÖ und OÖ konnte Dorfstätter weitere Defibrillatoren auftreiben, die er nun übergeben konnte. Ebenso wie andere medizinisch-technische Produkte sowie Geräte für den Rettungsdienst. „Das Mödlinger Rote Kreuz unter Bezirksstellenleiter Paul Strebl ist für uns dabei stets ein idealer und wichtiger Partner“, betonte Dorfstätter.

Waschmaschine aus Privatbestand zur Verfügung gestellt

Für die Spielsachen und Kleidung sorgte einmal mehr die Volksschule Vösendorf, wo sich engagierte Eltern und Lehrerinnen unter Direktorin Doris Stöhr seit zwei Jahren unermüdlich ans Sammeln machen. Schulwartin Claudia Schwarz stellte sogar eine Waschmaschine aus ihrem Privatbestand zur Verfügung. „Eine Rettungsstelle mit angeschlossenem Pflegeheim kann doch nicht ohne funktionierende Waschmaschine sein“, begründete die Mödlingerin, die seit Jahren an der VS Vösendorf arbeitet, ihr Geschenk.