Internationales Flair bei EU-Projekt im Pflegezentrum. Spanierin und Lettin absolvieren Freiwilligen-Jahr.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 27. Februar 2020 (02:13)
Direktor Gerhard Reisner, Carla Posada Riosalido, Christine Wolf, Liva Levane und Elisabeth Kroupa mit einigen der betreuten Bewohnerinnen und Bewohner.
Dworak

Carla Posada Riosalido (31) aus Spanien und Liva Levane (28) aus Lettland gehören in den nächsten Monaten zum Team des Pflege- und Betreuungszentrums (PBZ) Mödling. Sie haben im Rahmen der Initiative „Europäische Solidaritätskorps“ der Europäischen Union die Chance wahrgenommen, an Freiwilligen- oder Beschäftigungsprojekten im Ausland teilzunehmen.

Direktor Gerhard Reisner ist sehr zufrieden: „Europa wird spürbarer. Es tut auch gut, dass unser Haus aus anderer Perspektive betrachtet wird.“ Carla und Liva werden „bewusst in der Animation eingesetzt. Da lassen sich Tätigkeiten auf die beiden zuschneiden, was in der Pflege nicht möglich wäre“, erklärt Reisner. Dass beide eine abgeschlossene Berufsausbildung haben (Carla im Werbe- und Marketingbereich, Liva im Personalwesen), sei „sehr von Vorteil“, ergänzte Reisner. „Wir stellen Dienstwohnungen zur Verfügung, kümmern uns um den Deutschkurs und helfen bei der Freizeitgestaltung.“

Liva liegt die Arbeit mit Menschen sehr am Herzen, zudem möchte sie im Rahmen des Projekts ihr Deutsch verbessern und schätzt, dass „Mödling ganz nahe bei Wien ist“.

Carla kam, ohne ein Wort Deutsch zu sprechen, nach Mödling und will mit ihrem Engagement nur eines bewirken: „Ich möchte die Welt ein bisschen besser machen.“ Und auch die Sprachbarriere wird mit jedem Tag durchlässiger.

Beide lernen sehr schnell. Das Zertifikat auf P1-Niveau wird kein Problem sein, ist Reisner überzeugt.