Martyrium: Frau (34) übel zugerichtet. Kriminalisten nehmen rabiaten Lebensgefährten in Wien fest.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 01. Februar 2017 (04:16)
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Symbolbild

Eine 34-jährige Wienerin hat sich am Nikolotag gegen Mitternacht ins Landesklinikum Mödling geschleppt, wo sie aufgrund ihrer schweren Verletzungen (Hämatome im Bereich des ganzen Körpers, mehrere Rippenbrüche sowie eine Fraktur in der linken Schulter) stationär aufgenommen wurde.

Die unter Einfluss von Suchtmitteln und Alkohol stehende Frau konnte sich nur erinnern, dass sie mit eben jenen Verletzungen „vor einigen Tagen irgendwo beim Bahnhof in Brunn“ aufgewacht sei. Und: Nein, ihr Lebensgefährte, ein amtsbekannter 48-Jähriger aus Wien, habe damit nichts zu tun.

Kriminalisten bauten Vertrauen zum Opfer auf

Das wiederum wollten die ermittelnden Beamten aus Mödling und Brunn so nicht glauben. Es gelang ihnen, ein Vertrauensverhältnis zum Opfer aufzubauen. Schließlich – kurz vor Jahresende – packte die 34-Jährige aus. Es sei ihr Freund gewesen, der ihr die massiven Verletzungen zugefügt habe. Er habe sie unter anderem in einem Wohnhaus in Maria Enzersdorf mit der Faust geschlagen und ihr eine Sektflasche gegen Kopf und Körper geknallt.

Und er habe sie vergewaltigt, wobei er sie mehrmals mit dem Umbringen bedrohte habe, falls sie eine Anzeige bei der Polizei erstatten sollte.

Die Polizeibeamten konnten schließlich eine Festnahmeanordnung erwirken und den Beschuldigten in der Vorwoche in Wien-Favoriten dingfest machen. Er zeigte sich nicht geständig und wurde in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert.